Amazon-CEO Bezos investiert in Nachrichtensite

Er führt eine Finanzierungsrunde von Business Insider an. Insgesamt 5 Millionen Dollar will der Wirtschaftsnachrichtendienst in weiteres Wachstum stecken. Für Bezos scheint es die erste Investition in Originalinhalte zu sein.

Jeff Bezos hat eine mit 5 Millionen Dollar bezifferte Finanzierungsrunde der Nachrichten-Website Business Insider angeführt. Das meldet die Publikation selbst aus New York. Das Engagement des Amazon-Chefs ist demnach aus einem persönlichen Kontakt zu Business-Insider-Gründer Henry Blodget resultiert.

Amazon-CEO Jeff Bezos (Bild: ZDNet.com)

Business Insider ist aus dem früheren Projekt Silicon Alley Insider hervorgegangen. Blodget, der selbst früher Wertpapierhändler war, hatte es 2007 gegründet. Die Berichterstattung beschränkt sich nicht mehr auf Technik, sondern deckt so gut wie alle Wirtschaftsbranchen ab.

Seit den Anfängen hat Business Insider insgesamt fast 20 Millionen Dollar Anschubfinanzierung erhalten. Es gab fast jährlich Finanzierungsrunden, um das Wachstum aufrechtzuerhalten. Teile des jetzigen Finanzierungsbetrags kamen auch von früheren Investoren.

Für Bezos scheint es die erste Investition in Originalinhalte zu sein. Er gilt hinsichtlich Beteiligungen aber als verschwiegen. Seine Investitionsstrategie ist bisweilen schon als „bizarr“ bezeichnet worden. So förderte er die Entwicklung einer 10.000 Jahre laufenden Uhr, das private Raumfahrtunternehmen Blue Origin und mit Glassybaby auch einen Hersteller von handgemachtem Glas-Windschutz für Votivkerzen. Auch eine politische Kampagne für gleichgeschlechtliche Ehen im US-Staat Washington erhielt Mittel von ihm. Im Technikbereich engagierte er sich bei Workday, Twitter und Linden Lab.

Bloomberg schätzt Bezos‘ Privatvermögen auf 24 Milliarden Dollar, was ihn zur Nummer 20 in der Liste der reichsten Menschen machen würde. Berichte von Business Insider zum Thema Amazon sollten allerdings künftig mit Vorbehalt gelesen werden.

Blodget bezeichnet Bezos als „Inspiration“ für eine ganze „Generation an Gründern und Start-ups“. „Für Amazon stand immer der Kunde im Mittelpunkt. Es agiert in dem Bewusstsein, dass, wenn dies gelingt, alles andere von selbst läuft.“ Er schreibt außerdem, mit dem frischen Kapital werde Business Insider so gut wie jeden Bereich erweitern: Redaktion, Technik, Produkte, Vertrieb, Marketing, Aboverwaltung und Veranstaltungsteam. Auch benötige man zusätzliche Bürofläche.

[mit Material von Andrew Nusca, ZDNet.com]

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