Sharp darf Aktien im Milliardenwert ausgeben

Die beiden größten Gläubiger - zwei japanische Banken - haben nach anfänglichen Bedenken zugestimmt. Die Kooperation mit Samsung soll für mehr LCD-Absatz und eine Rückkehr in die Gewinnzone sorgen. Am 14. Mai steht eine Jahresbilanz an.

Der schwächelnde japanische Elektronikhersteller Sharp hat die Zustimmung seiner Gläubiger erhalten, um weitere Aktien im Wert von 100 Milliarden Yen (819 Millionen Euro) auszugeben. Das Geld soll ihm ermöglichen, wenigstens einen Teil seiner auf rund 200 Milliarden Yen angewachsenen Schulden zurückzuzahlen. Sie werden im September dieses Jahres fällig.

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Die Japan Times berichtet unter Verweis auf anonyme Quellen, die größten Kreditgeber – die Mizuho Corporate Bank und die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ – hätten nach anfänglichen Bedenken der Vermehrung der Anteilsscheine zugestimmt. Anlass war die zuletzt wieder etwas stärkere Performance von Sharp. Sharp werde beim Festlegen des geeigneten Zeitpunkts außerdem weitere Kursentwicklungen abwarten, heißt es.

Die verbleibenden Schulden in Höhe von 100 Milliarden Yen sollen den Quellen der japanischen Zeitung zufolge durch Gewinne aus LCD-Verkäufen beglichen werden. Am 14. Mai steht eine Quartalsmeldung der Sharp-Gruppe für das Geschäftsjahr bis März 2013 an. Mit Spannung wird insbesondere die mittelfristige Planung bis einschließlich des Finanzjahrs 2015 erwartet.

Die Rückkehr in die Gewinnzone soll nach Informationen der Japan Times zwischen Oktober 2013 und März 2014 gelingen. Durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit Samsung sollen vor allem die LCD-Absätze deutlich zunehmen. Vergangenen Monat hat Sharp außerdem den ausstehenden Betrag einer 120-Millionen-Dollar-Investition von Qualcomm erhalten. Durch die im Juni 2012 angekündigte Investition ist der Chiphersteller zum größten Sharp-Anteilseigner aufgestiegen.

[mit Material von Ellyne Phneah, ZDNet.com]

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Themenseiten: Börse, Displays, Qualcomm, Samsung, Sharp

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