Bericht: Michael Dell erhöht Gebot

Analysten schätzen, dass er statt 13,65 Dollar jetzt bis zu 15 Dollar pro Aktie zahlen muss. Sein neuer Vorschlag soll Investoren ein Mitspracherecht einräumen. Weiterhin gilt der Zuschlag für Dell und Silver Lake als wahrscheinlichste Lösung.

Nach den Angeboten der Investmentfirma Blackstone und von Carl Icahn wird jetzt berichtet, dass CEO Michael Dell sein Gebot von bisher 13,65 Dollar pro Aktie erhöhen wird. Nach Informationen von Bloomberg steht Blackstone bei mindestens 14,25 Dollar, und Icahn will beim Versuch, Mehrheitsaktionär zu werden, 15 Dollar für 58 Prozent der Dell-Aktien zahlen.

Michael Dell (Bild: Dell)Michael Dell (Bild: Dell)

Michael Dell strebt zusammen mit Silver Lake einen Börsenrückzug des Unternehmens an. Bloomberg hat sich unter Analysten umgehört und kommt zu dem Schluss, dass Dell zwischen 14,90 und 15 Dollar je Aktie zahlen müsste, um seine Pläne doch noch in die Tat umzusetzen.

In dem Bericht findet sich ein Kommentar des Analysten Jayson Noland von Robert W. Baird: „Michael will hier eine Rolle spielen. Es war sein Leben, seine Firma, und er möchte Teil der weiteren Entwicklung sein. Das wahrscheinlichste Szenario ist jetzt, dass Silver Lake und Michael Dell das Unternehmen für ein höheres Gebot als ursprünglich geplant von der Börse nehmen.“

Für Investoren dürfte der neue Vorschlag nicht nur wegen der höheren Summe interessant sein, sondern auch, weil Dells revidierter Plan ihnen einige Freiheiten zu lassen scheint. So wird ihnen wohl nicht nur ein Mitspracherecht eingeräumt, sondern auch die Entscheidung gelassen, ob sie ihre Anteile verkaufen oder behalten möchten. Dies war in Dells erster Offerte nicht vorgesehen. Die Investorengruppen Southeastern Asset Management und T. Rowe Price Group hatten offen gegen Dells Vorhaben opponiert.

Parallel hat die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet, dass Dell die eingegangenen Angebote von Blackstone und Icahn bestätige. Dell soll nun bis Dienstag Zeit für eine Antwort haben.

Michael Dell hatte seine Pläne im Februar öffentlich gemacht. Er selbst kontrolliert 15,6 Prozent der Dell-Aktien; darüber hinaus steuert er über eine eigene Investmentfirma und aus seinem Privatvermögen weitere 750 Millionen Dollar bei. Der Buyout benötigt die mehrheitliche Zustimmung der Dell-Aktionäre. Bis Freitag nahm das Board of Directors offiziell Gegengebote anderer Interessenten an.

[mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.com]

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