Apple nutzt zu 75 Prozent erneuerbare Energien

Das steht in der jüngsten Auflage der jährlichen Umweltbilanz. Auch die CO2-Emissionen durch die Herstellung wurden teilweise deutlich reduziert. Greenpeace lobt die Bemühungen - und die erhöhte Transparenz.

Apple teilt mit, dass seine Rechenzentren inzwischen zu 75 Prozent erneuerbare Energie nutzen. Dieser Wert findet sich in der neusten Ausgabe seiner jährlich veröffentlichten Umweltbilanz. „Wir bemühen uns, das Stromnetz überall da grün zu gestalten, wo wir unsere Einrichtungen haben“, kommentierte Marketing-Manager Scott Brodick.

Apple-Rechenzentrum in Maiden, North Carolina

Das Unternehmen betreibt derzeit Rechenzentren in Maiden, North Carolina, und Newark, Kalifornien. Eine weitere Einrichtung entsteht in Prineville, Oregon. Außerdem gibt es Pläne für ein viertes US-Rechenzentrum in Reno, Nevada, auch wenn Brodick noch nicht angeben kann, wann es fertiggestellt werden wird. Die Anlagen sind für die iCloud-Dienste und für die Bereitstellung von Apps und Medien vorgesehen. Auch der strategisch bedeutende Sprachassistent Siri erfordert Zugriff auf Cloud-Ressourcen.

Während in Prineville ein Energiemix verwendet wird, bezeichnet Brodick die Anlage in Maiden als „Kronjuwel“. Seit Dezember 2012 laufe sie komplett mit Ökostrom, und zwar hauptsächlich aus einer Fotovoltaikanlage, die Apple zufolge die größte der USA sein dürfte. Der Konzern hat dazu sogar ein Video veröffentlicht.

CO2-Reduktion der Produktherstellung im vergangenen Jahr (Diagramm: Apple)

In der Apple-Zentrale in Cupertino gibt es ebenfalls Solarpaneele, ergänzt durch eine Biogasanlage. Daneben wurden dem Umweltbericht zufolge einige Produkte ökologischer gestaltet. Der aktuelle iMac erfordere 68 Prozent weniger Material, und bei der Produktion werde 67 Prozent weniger CO2 ausgestoßen, schreibt Apple. Zum Vergleich zieht das Unternehmen aber großzügig sein Modell von 1998 heran. Der WLAN-Router AirPort Express besteht jetzt aus biologisch abbaubaren Polymeren.

Greenpeace, das Apple in der Vergangenheit oft scharf kritisiert hatte, lobt jetzt die verbesserte Informationspolitik ebenso wie die Bemühungen. „Apples Ankündigung zeigt, dass es auf dem Weg zu sauberem Strom echte Fortschritte gemacht hat“, heißt es in einer Pressemeldung. „Die verbesserte Aufklärung zeigt den Kunden, dass iCloud von erneuerbaren Energien und nicht von Kohlestrom angetrieben wird.“ Die für 2016 geplante neue Apple-Zentrale soll ebenfalls mit Ökostrom betrieben werden. Defizite gibt es nach Meinung der Umweltschützer noch bei der Offenlegung von Verträgen mit lokalen Stromanbietern und US-Bundesstaaten.

[mit Material von Josh Lowensohn, News.com]

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Themenseiten: Apple, Cloud-Computing, Green-IT, Greenpeace

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1 Kommentar zu Apple nutzt zu 75 Prozent erneuerbare Energien

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  • Am 23. März 2013 um 7:12 von josef dietachmair

    dank foxconn?

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