Vodafone plant Rekordinvestition in den Netzausbau

Bis Ende 2014 will der Telekommunikationskonzern über 2 Milliarden Euro in die Modernisierung seines deutschen Fest- und Mobilfunknetzes stecken. Vor allem die LTE-Verbreitung soll "massiv vorangetrieben" werden. Auch sein Glasfasernetz will Vodafone erweitern.

Vodafone will in den kommenden zwei Jahren eine Rekordsumme in den Netzausbau investieren. Pro Jahr sollen hierzulande über eine Milliarde Euro in die Erweiterung und Modernisierung seiner Mobilfunk- und Festnetz-Infrastruktur fließen.

Update von 17 Uhr: Vodafone hat inzwischen darauf hingewiesen, dass es sich nicht um eine Neuinvestition handelt: „Wie bereits in der Vergangenheit bekannt gegeben, investieren wir seit diesem Geschäftsjahr (bis April 2013) mehr als die zuvor üblichen eine Milliarde Euro in unser Netz. Wir gehen davon aus, dass wir im nächsten Geschäftsjahr (bis April 2014) den Invest in dieser Höhe fortschreiben werden. Dadurch ergäbe sich bis 2014 rein rechnerisch die Gesamtsumme von ‚über zwei Milliarden Euro‘.“

Vodafone-CTO Hartmut Kremling (Bild: Vodafone)Vodafone-CTO Hartmut Kremling (Bild: Vodafone)

„Wir treiben die Verbreitung des schnellen Mobilfunk-Standards LTE massiv voran, der inzwischen in mehr als 60 Prozent der deutschen Fläche verfügbar ist“, sagt Vodafone-CTO Hartmut Kremling. „Parallel bauen wir unsere Netze für das Festnetz und den Mobilfunk weiter aus – etwa die schnelle Glasfaser.“

Ein Mobilfunknetz ist nach den Worten des Vodafone-Technikvorstands niemals fertig. „Durch den Boom von Smartphones, Cloud Computing und Tablets erleben wir einen regelrechten Ansturm. Für den Kunden zählt vor allem, was wir Connectivity nennen: Er will sein Tablet, sein Smartphone überall einschalten – und erwartet, dass der Netzzugang komfortabel und schnell funktioniert.“

Aktuell stellt Vodafone seinen Kunden LTE mit Übertragungsraten zwischen 15 und 40 MBit/s im Normalbetrieb bereit. In der Spitze werden dem Mobilfunkanbieter zufolge 100 MBit/s erreicht. „In wenigen Jahren werden wir auch in die Größenordnung von 1 Gigabit vorstoßen. Wir haben in Dresden an unserem Mobilfunk-Lehrstuhl ein eigenes Testsystem stehen, an dem wir bereits an der fünften Mobilfunk-Generation arbeiten“, so Kremling.

Wachstumspotential sieht der Vodafone-CTO auch bei SMS beziehungsweise dessen Nachfolger RCS-e alias Joyn. Derzeit verzeichne man deutlich steigende SMS-Zahlen – auch dank Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M), die sehr stark SMS-gestützt ist. Joyn können Vodafone-Kunden ohne Zusatzkosten nutzen und darüber außer Textnachrichten auch Mediendateien übertragen – ähnlich wie mit Messenger-Anwendungen wie Whatsapp oder Samsungs ChatON. Mittels LTE ist sogar Videotelefonie möglich.

Themenseiten: IoT, LTE, Networking, Netzwerk, Telekommunikation, Vodafone

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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