Nokia verkauft nach Firmenzentrale auch seinen Campus in Oulu

Für das Gelände mit 37.600 Quadratmetern Bürofläche zahlt Technopolis 31,7 Millionen Euro. Über 17.000 Quadratmeter will Nokia aber weiterhin als Mieter nutzen. Schon zuvor hatte es angekündigt, sich im Rahmen seiner Umstrukturierung von nicht zum Kerngeschäft gehörendem Besitz zu trennen.

Nach dem Verkauf seiner Konzernzentrale im finnischen Espoo hat Nokia jetzt seinen Peltola Campus in Oulu veräußert. Käufer ist das finnische Unternehmen Technopolis, das auf die Vermietung von Büroräumen spezialisiert ist. Es zahlt für den Nokia-Campus nach eigenen Angaben 31,7 Millionen Euro.

Nokias Peltola Campus im finnischen Oulu (Bild: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nokia_Peltola_Oulu_2006_04_14.JPG" target="_blank">Wikimedia Commons</a>)Nokias Peltola Campus im finnischen Oulu (Bild: Wikimedia Commons)

Das Gelände hat eine Nutzfläche von rund 37.600 Quadratmetern. Auf ihm befinden sich außer Bürogebäuden auch ein Parkhaus mit 800 Stellplätzen.

Allerdings wird Nokia den Standort nicht komplett aufgeben. Wie Technopolis mitteilt, mietet der Handyhersteller im Rahmen eines langfristigen Vertrags etwa 17,400 Quadratmeter Bürofläche an.

Im Dezember hatte das Unternehmen schon seine Zentrale in Espoo für 170 Millionen Euro an Exilion Capital verkauft. Auch hier mietete es einige Büros im Anschluss zurück. Nachdem der Verkauf bekannt worden war, erklärte Nokia-CFO Timo Ihamuotila: „Wie schon früher gesagt ist Immobilienbesitz nicht Teil von Nokias Kerngeschäft. Wenn sich gute Gelegenheiten ergeben, trennen wir uns von dieser Art Besitz.“

Die Immobilienverkäufe sind ein Teil der laufenden Umstrukturierung bei Nokia. Sie sieht die Entlassung von etwa 10.000 Mitarbeitern bis Ende 2013 sowie die Schließung von Werken wie einer ökologischen Vorzeigefabrik in Salo vor – möglichst ohne die Bargeldreserven des Konzerns auszuschöpfen.

Im Schlussquartal 2012 zeigte der harte Sparkurs erstmals Wirkung. Zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren fuhr der Konzern einen Quartalsgewinn ein. Für das Gesamtjahr 2012 stand allerdings ein Verlust von 3,1 Milliarden Euro zu Buche.

[mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.com]

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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