Münchner Grundschule testet NEC DisplayNote

Zusammenarbeit in der Gruppe – was in Wirtschaft und Gesellschaft die Räder am Rollen hält, kommt in der Schule oft zu kurz. Moderne Unterrichtsansätze und aktuelle Technik helfen Lehrern dabei, das gemeinsame Lernen der Schüler voranzubringen. Die LMU München erforscht, was dabei zu beachten ist.

In der Münchner Grundschule an der Haimhauserstraße testen Lehrer und Schüler neue Lehrmittel. Hier müssen sich Kinder nicht mit Kreide an der Tafel herumschlagen, sondern können mit dem iPad in alle Arten von Themen eintauchen und ihre Entdeckungen dabei auf einem großen, auch via Stift bedienbaren Projektor den Freunden präsentieren. In der Schule wurde von der LMU München der wohl modernste Klassenraum der Stadt eingerichtet. Dr. Kirch, Akademischer Rat am Lehrstuhl für Pädagogik erforscht hier, wie sich Technik besser in den Unterricht integrieren lässt.

„Die grundsätzlichen Prinzipien des kooperativen Lernens sind gut erforscht“, berichtet Dr. Kirch. Der kanadische Pädagoge Norm Green etwa konnte in der Praxis beweisen, dass das Grundprinzip des Kooperativen Lernens mit den drei Phasen Think, Pair und Share ausgesprochen gute Ergebnisse hervorbringt.

Die Schüler erhalten dabei eine Frage oder Aufgabenstellung und beschäftigen sich zunächst alleine damit. In der Pair-Phase teilen die Schüler ihre Erkenntnisse mit einzelnen Klassenkameraden. Dabei können sie ihre Gedanken verfeinern und sich über den besprochenen Sachverhalt austauschen. In der Share-Phase schließlich präsentieren die Kleingruppen ihre Ergebnisse der Gruppe. Die anderen haben dabei die Möglichkeit, ihre eigene Lösung zu überdenken beziehungsweise als Alternative in den Raum zu werfen. „Die Resultate dieser Methode sind ausgesprochen gut und in vielerlei Hinsicht dem Frontalunterricht überlegen“, berichtet Dr. Kirch.

Tablets lassen sich – das ist das erste Ergebnis seiner Untersuchungen – ganz hervorragend in diesen Prozess integrieren. Kein Wunder, dass Lehrmittelhersteller den Trend erkannt haben und immer mehr auf digitale Inhalte setzen. Selbst Grundschüler können die Geräte intuitiv bedienen und kommen damit bestens zurecht. Wenn Dr. Kirch den Schülern der Grundschule in der Haimhauserstraße eine Geschichte erzählt und sie bittet, sich die wichtigsten Worte darin zu merken, hat er die volle Aufmerksamkeit: Eines der Kinder darf diese später in das Gerät diktieren. Die Spracherkennung verwandelt die Sprache erstaunlich präzise in Geschriebenes. Ein weiterer Schüler ist Kontrolleur: Dieser darf Schreibfehler korrigieren.

NEC DisplayNote

NEC DisplayNote: Basis für die Lösung ist eine Kollobarationssoftware in Verbindung mit einem Projektor (Bild: NEC Display Solutions).

Doch auch wesentlich komplexere Unterrichtseinheiten lassen sich mit einem Tablett sinnvoll unterstützen. Funktionen zum einfachen Schreiben, Zeichnen und Malen sind es, die die Geräte mit Android- oder iOS-Betriebssystem zu idealen Werkzeugen auch für die jüngste Altersklasse machen.

Was bislang fehlte, war eine plattformübergreifende Lösung, mit der sich auch von den Schülern erstellte Inhalte leicht teilen und präsentieren lassen. Gemeinsam mit NEC Display Solutions erforscht Dr. Kirch das Potenzial einer neu entwickelten Komplettlösung, mit der dies möglich ist. Anders als die meisten vergleichbaren Angebote läuft diese auf allen gängigen Betriebssystemen sowie Android- und iOS-Geräten gleichermaßen.

Über einen WLAN-Router am Lehrer-PC können Tablets, aber auch PCs, Notebooks und Smartphones vernetzt werden. Auf all diesen Geräten läuft die gleiche Software mit einer einheitlichen Benutzeroberfläche. Diese Whiteboard-Software steht damit auch jedem Schüler zur Verfügung. Über diese kann er die Ausführungen des Lehrers an der Tafel nach eigenem Gusto mit Anmerkungen versehen, verlinken und abspeichern. Alle Markierungs- und Beschriftungselemente, die herkömmliche Whiteboards oder PDF-Bearbeitungsprogramme bieten, finden sich auch hier wieder.

NEC DisplayNote

Die NEC-Lösung ermöglicht gemeinsames Erarbeiten von Lösungen und deren Präsentation (Bild: NEC Display Solutions).

 

Da diese Tools nur als virtuelle Folie über dem präsentierten Material liegen, ist es völlig egal, welches Ausgangsformat dieses hat. Der Lehrer hat also die freie Wahl, ob er sich auf eigene Powerpoint-Dateien oder spezielle Lernsoftware verlässt. Zudem muss er seine digitalen Unterrichtsmaterialen nicht komplett neu aufarbeiten. Mit Hilfe der Lösung kann auch der Lernende selbst zum Präsentator werden. Ein Klick auf die Freigabeoption des Lehrers genügt und die eigene Arbeit erscheint auf der Projektionsfläche eines interaktiven Projektors. Zudem lässt sich über die Software auch der Projektor vollständig steuern. Der Lehrer hat so die volle Kontrolle und kann zum Beispiel das Bild einfrieren oder den Eingang wechseln, etwa bei einem Verlust der Fernbedienung.

Der Projektor ist zugleich auch für 3D-Darstellungen geeignet. Komplexe Vorgänge wie der Zellaufbau einer Pflanze oder die einzelnen Elemente des menschlichen Ohres lassen sich damit plastisch optimal darstellen. Damit sind sie ihren 2D-Pendants – sei es das klassische Buch oder eine Projektion – haushoch überlegen. Lehrmittelanbieter haben den Trend erkannt und bieten zu immer mehr Themen aus allen Fachbereichen entsprechenden Content an. Auch dieser kann durch den Lehrer präsentiert oder durch die Schüler selbst abgearbeitet werden.

„Die Share-Phase spielt natürlich eine große Rolle“, erklärt Dr. Kirch. Die erarbeiteten Inhalte werden hier für alle präsentiert, verglichen, vertieft und zu einem gewissen Grad durch die Lehrkraft kontrolliert. „Trotz der vielen Vorteile eines Tablets mögen die Kinder dabei die größere Darstellung über den Projektor. Schließlich lassen sich viele Themen erst bei dieser Art der Darstellung wirklich gut präsentieren.“

„Als Technologie-Anbieter dürfen wir unsere Forschung nicht nur auf Elektronik und technische Spezifikationen beschränken. Als innovatives Unternehmen müssen wir uns eng mit der Forschung verzahnen, wenn es darum geht, künftige Nutzungsszenarien weiter zu entwickeln“, erklärt Ulf Greiner, Product Manager bei NEC Display Solutions. „In Schulen, Univer sitäten und anderen Ausbildungsstätten sind die Anforderungen an die Technik besonders hoch. Von dort erhalten wir wertvolles Feedback, das direkt in die Weiterentwicklung unserer Produkte fließt.“

Wichtig bei der Entwicklung der Gesamtlösung DisplayNote war für NEC vor allem ein System mit gleichen Funktionen über Systemgrenzen hinweg. Dazu gehört zum Beispiel, dass Touchfunktionen vom iPad-Display auch auf dem interaktiven Projektor entsprechend abgebildet werden und dass der Anwender dort das gleiche Benutzererlebnis erfährt, wie auf dem Tablet.

 

AUTOR

Petra Umlauf ...

... ist bei Lewis PR als Account-Managerin beschäftigt. In dieser Funktion betreut sie mehrer Kunden, darunter NEC Display Solutions.

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