Kodak könnte Konkursverfahren in einem halben Jahr hinter sich lassen

Kodak hofft, sein Konkursverfahren in den nächsten sechs Monaten abschließen zu können und wieder den Regelbetrieb aufzunehmen. Richter Allan L. Gropper vom Konkursgericht in Manhattan hat einer neuen Finanzierung in Höhe von 843,7 Millionen Dollar zugestimmt, wie das Wall Street Journal berichtet. Das Geld dient dazu, einen existierenden Kredit über ursprünglich 950 Millionen Dollar abzuzahlen, der im Rahmen des Konkursverfahrens unter anderem von CitiGroup gewährt worden war.

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Der Entscheidung zufolge können über 640 Millionen Dollar des neuen Kredits genutzt werden, um das Insolvenzverfahren nach Chapter 11 des US-Rechts abzuschließen. Kodak will künftig als neu ausgerichtete Firma Drucker und Dienste für Firmenkunden anbieten. Im Fokus stehen offenbar die Drucker der Reihe Prosper Press, die mehrere Millionen Dollar kosten. Verlage und Produzenten von Werbe-Flyern setzen sie ein.

Kodak hatte eigentlich gehofft, für 1100 Patente aus dem bereich Digital Imaging mindestens 2 Milliarden Dollar zu bekommen, doch alle Gebote blieben weit unter dieser Summe. Daraufhin wich es zunächst auf den Verkauf einiger Abteilungen aus.

Tausende Stellen fielen weg, und mit JK Imaging wurde ein Markenabkommen geschlossen: Diese Firma vertreibt künftig Kameras und Projektoren der Marke Kodak. Schließlich konnte auch der Patentverkauf abgewickelt werden: Ein Konsortium, das Intellectual Ventures und RPX Corporation anführten, zahlte letztlich 525 Millionen Dollar. Auch Adobe, Amazon, Facebook, Fujifilm, HTC, Huawei, Research In Motion, Samsung und Shutterfly gehörten ihm an.

[mit Material von Steve McCaskill, TechWeekEurope.co.uk]

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