Vorbereitungen für den Börsengang: Alfresco wechselt den CEO

Der Enterprise-Content-Management-Spezialist Alfresco tauscht den CEO aus. Die Position des Gründers John Powell übernimmt der ehemalige President von SucessFactors, Doug Dennerline.

Doug Dennerline (Bild: Alfresco)

Doug Dennerline (Bild: Alfresco)

Dennerline ist seit über 25 Jahren im Silicon Valley aktiv. Sein letzter Arbeitgeber SuccessFactors, Anbieter eines Personalmanagement-Systems, war im vergangenen Jahr von SAP aufgekauft worden. Vor seiner Zeit bei SucessFactors durchlief Dennerline Stationen bei HP, Salesforce, Cisco, Skype und 3Com. Gegenüber TechWeekEurope erklärte CTO und Mitgründer John Newton: “Er hat genau die Erfahrung, die wir suchen.”

Alfresco gilt – hinter Red Hat – als eines der erfolgreichsten Open-Source-Unternehmen der Welt. Jetzt plant es einen Börsengang – und ein neuer Kopf an der Spitze soll ihm neue Impulse bringen. Seit sechs Jahren kann das Open-Source-Unternehmen Wachstum melden, und auch das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2012 scheint diesen Trend zu bestätigen. So haben sich in diesem Quartal mehrere Unternehmen dafür entschieden, Verträge im Wert von mehr als einer Million Dollar abzuschließen.

Künftig will das Unternehmen vor allem in den USA weiter wachsen, wo heute schon die Hälfte seiner Kunden sitzt. “Wir haben, so lange wir konnten, von Großbritannien aus operiert, aber wir glauben jetzt, dass wir mehr Präsenz in den USA aufbauen müssen, vor allem in der Umgebung von San Francisco. Es ist wichtig für uns, nahe an den Kapitalmärkten, Investoren und Analysten zu sein”, sagt Newton. Daher sei auch die Entscheidung für einen IPO an der US-Börse Nasdaq gefallen. Dort hätten kleine Unternehmen bessere Chancen – und bessere finanzielle Aussichten.

Die Entscheidung für den Nasdaq als Börse habe aber auch einen CEO nötig gemacht, der den US-Markt gut kennt, sagt der CTO. Einen Termin für den Börsengang wollte der selbst aus der USA stammende Newton nicht nennen. Dass er noch 2013 über die Bühne gehen könnte, sei nicht auszuschließen. Allerdings wolle man dem neuen CEO auch etwas Zeit einräumen, um sich auf seinem neuen Posten zurechtzufinden.

Die Zentrale soll nach dem Wunsch der beiden Gründer jedoch im englischen Maidenhead bleiben. Zudem könnte Alfresco auch in die Londoner Tech City im Osten der Hauptstadt investieren.

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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