Chinesische Behörden untersuchen Bestechungsvorwürfe gegen Foxconn

Foxconn teilt mit, dass chinesische Behörden derzeit Behauptungen überprüfen, der Hersteller von Elektronikgeräten habe Bestechungsgeldern von Partnern aus der Lieferkette erhalten. Beschuldigt sei “eine Reihe von Foxconn-Angestellten”, heißt es; man kooperiere natürlich in vollem Umfang und habe ein internes Team von Prüfern dafür abgestellt.

Foxconn-Fabrik Shenzhen

Der Mitteilung war ein Bericht des chinesischsprachigen Next Magazine aus Taiwan vorausgegangen. Demnach ist im Zuge der Untersuchung schon im September 2012 ein Foxconn-Manager verhaftet worden. Ein Foxconn-Sprecher wollte zu dieser Frage gegenüber News.com keine Stellung nehmen.

“Da die Untersuchung noch läuft, können wir keine weiteren Kommentare abgeben”, heißt es in Foxconns Mitteilung. “Wir können aber sagen, dass die Integrität unserer Angestellten für uns eine ernsthafte Angelegenheit ist. Alle Angestellten, denen illegale Handlungen oder Verletzungen unseres firmeninternen Verhaltenscodex nachgewiesen werden können, werden nach dem vollen Ausmaß der Gesetze verfolgt werden.” Außerdem überprüfe man die internen Richtlinien, um sich möglicherweise besser gegen solche Vorkommnisse zu schützen und sie zu verhindern.

Foxconn, größter Hersteller von Elektronikkomponenten der Welt und Zulieferer von Firmen wie Apple, Dell, Hewlett-Packard, Microsoft und Sony, wird seit einigen Jahren kritisch betrachtet. Er soll systematisch Minderjährige beschäftigen, seine Arbeiter jenseits der großzügigen chinesischen Schutzrechte ausbeuten und für eine nicht menschenwürdige Unterbringung bei schlechten hygienischen Bedingungen sorgen. Mehrfach kam es zu Selbstmorden von Arbeitern.

[mit Material von Steven Musil, News.com]

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