Marvell droht Milliarden-Strafe

Wegen Verletzung zweier Patente droht dem US-Chipkonzern Marvell eine Strafe von mindestens 1,17 Milliarden Dollar. Die Jury des Bezirksgerichts in Pittsburgh hält es für erwiesen, dass Marvell zwei Patente der Carnegie Mellon University verletzt hat. Da Marvell laut den Geschworenen zudem vorsätzlich gehandelt hat, könnte die Strafe von Richterin Nora Berry Fischer sogar dreimal höher ausfallen. Marvell hatte argumentiert, dass seine Chips die Patente nicht verletze und dass die Schutzrechte zudem ungültig seien.

Kurz nach der Bekanntgabe der Jury-Entscheidung sank der Aktienkurs des US-Konzerns um über 10 Prozent. Sollte die Maximalstrafe ausgesprochen werden, könnte Marvell in finanzielle Bedrängnis geraten, da die Höhe der Zahlung fast dem Börsenwert des Unternehmens entspricht. Das endgültige Urteil soll am 1. Mai 2013 fallen.

Die Patente beschreiben Techniken für das akkurate Auslesen von Daten auf magnetischen Speicherträgern in Storage-Systeme. Sie gehen auf die Arbeit von Professor José Moura und seinem ehemaligen Doktoranden Alek Kavcic zurück. Während Mura noch an der Carnegie Mellon University beschäftigt ist, arbeitet Kavcic inzwischen als Professor an der University of Hawaii.

Kurz nach der Bekanntgabe der Jury-Entscheidung gab der Aktienkurs von Marvell über 10 Prozent nach.

Kurz nach der Bekanntgabe der Jury-Entscheidung gab der Aktienkurs von Marvell über 10 Prozent nach.

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