Google verkauft Motorolas Settop-Boxen-Geschäft für 2,35 Milliarden Dollar

Google hat einen Käufer für Motorolas Settop-Boxen-Sparte gefunden. Das US-Unternehmen Arris Group erwirbt den Geschäftszweig, den der Suchriese zusammen mit Motorola Mobility Anfang des Jahres für 12,5 Milliarden Dollar übernommen hatte, für 2,35 Milliarden Dollar.

Logos von Motorola und Arris

2,05 Milliarden Dollar zahlt der Telekommunikationsausrüster in bar. Darüber hinaus erhält Google 300 Millionen Dollar in Aktien, womit es sich einen Anteil von 15,7 Prozent an Arris sichert. Im Gegenzug darf Arris einige Patente von Motorola Mobility verwenden.

Es wird erwartet, dass Arris die Akquisition nutzt, um sein Angebot an Breitbandprodukten für Kabelnetzbetreiber auszubauen. “Der Branche stehen ihre bisher größten technologischen Veränderungen bevor, und Arris und Motorola werden zusammen in der Lage sein, entsprechende Innovationen wie die Einführung von internetfähigen Heim-Umgebungen zu beschleunigen, die Serviceanbieter benötigen und nach denen sich Verbraucher sehnen”, wird Dennis Woodside, CEO von Motorola Mobility, in einer Pressemeldung (PDF) zitiert.

Von Anfang an machte Google klar, dass es an Patenten und vielleicht auch an der Smartphone-Fertigung von Motorola interessiert war, nicht aber an Settop-Boxen. Dieser Bereich des Unternehmens beliefert Kabelnetzbetreiber mit Hardware. Er sorgt zwar für regelmäßige Gewinne, bietet aber kaum Wachstumschancen. Außerdem harmoniert er vermutlich auch wenig mit den weiteren Ausbauplänen für Google TV.

Google hatte schon länger versucht, sich von Motorolas Settop-Boxen-Geschäft zu trennen. Berichten zufolge beauftragte es Barclays damit, die Sparte für mindestens 2 Milliarden Dollar zu veräußern. Motorola hatte schon 2009 einmal einen Käufer für die Sparte gesucht. Damals wollte es angeblich noch über 4 Milliarden Dollar erlösen.

[mit Material von Steven Musil, News.com]

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