Intel stellt Atom S1200 Centerton für Server vor

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Intel hat offiziell den für Micro-Server und Storage-Systeme gedachten Atom S1200 Centerton vorgestellt. Die in diesem Bereich besonders wichtige Leistungsaufnahme des in 32-Nanometer gefertigten SoC-Designs liegt laut Intel je nach Modell zwischen 6 und 8,5 Watt.

Die neuen Server-CPUs sind mit Taktraten von 1,6 und 2,0 GHz erhältlich. Sämtliche Modelle beherrschen Hyperthreading und unterstützen 64-Bit, ECC-Fehlerkorrektur sowie die Virtualisierungsfunktion VT-X2. Maximal können sie 8 GByte DDR3- oder DDR3-SDRAM-Speicher adressieren. Da das SoC-Design lediglich acht PCIe-2.0-Lanes bietet, müssen Mainboardhersteller Schnittstellen wie SATA und USB selbst integrieren. Die Chips sind ab sofort zu Preisen von 54 und 64 Dollar verfügbar.

Mit der Vorstellung des Atom Centerton S1200 reagiert der Prozessormarktführer auf die zunehmende Popularität von ARM-basierten-Lösungen in diesem Segment. Kürzlich hatte HP den Startschuss für ARM-Server für Mitte 2013 bekannt gegeben. Der zuständige
HP-Manager David Donatelli schätzt den Marktanteil von Low-Power-Chips im Serverbereich bis 2015 auf bis zu 20 Prozent. Auch andere Hersteller wie Dell und Samsung arbeiten an ARM-basierten Lösungen.

Anders als die gegenwärtig im Markt verfügbaren ARM-Prozessoren unterstützt der Atom S1200 Centerton 64-Bit, sodass man davon ausgehen kann, dass Intel mit dem Chip durchaus erfolgreich werden kann. Erste positive Stimmen bestätigen diese Einschätzung. James Hamilton, CTO von Amazon Web Services, schreibt in seinem Blog: “Anders als bisherige Atom-Prozessoren unterstützten die S1200-Modelle ECC-Speicher, Hardwarevirtualisierung Intel VT-X2, 64-Bit mit bis zu 8 GByte Speicher. Das sind alles richtige Server-Eigenschaften.”

ARM hat aber auch 64-Bit-Prozessoren auf Basis von ARMv8 angekündigt, sodass das Alleinstellungsmerkmal des Centerton zeitlich befristet sein dürfte. So hat bereits AMD bekannt gegeben, zusätzlich zu seinen x86-Prozessoren 64-Bit-CPUs auf Basis der ARM-Architektur für Server zu entwickeln. Sie sollen sich insbesondere für Cloud- und Big-Data-Anwendungen eignen. Mit der Produktion eines ersten Modells will der Hersteller aber erst 2014 beginnen. Applied Micro will hingegen bereits Mitte 2013 eine ARM-64-Bit-Lösung fertig haben, während Prozessorhersteller Calxeda erst für Anfang 2014 entsprechende Modelle angekündigt hat.

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