Raspberry Pi als ERP-Appliance kostet 179 Euro

von Florian Kalenda am , 20:19 Uhr

Sie unterstützt drei gleichzeitige Nutzer. Anwender müssen allerdings gegenüber der Vollversion von Mercaware auf XML-Schnittstelle und Dokumentenverwaltung verzichten. Bei Vorgängen wie Erstellen von Druckformularen kommt es zu Wartezeiten von mehreren Sekunden.

All for Accounting aus Stuttgart hat Details zu seiner ERP-Appliance [1] auf Basis des Raspberry Pi [2] bekannt gegeben [3]. Aufgrund des verfügbaren Speicherplatzes müssten Anwender nur auf die XML-Schnittstelle und das Modul für Dokumentenverwaltung des ERP-Systems Mercaware verzichten. Der Preis für die komplette Appliance beträgt 179 Euro.

Raspberry Pi als ERP Appliance [4]

Die Limits der eigentlich als Schüler-PC konzipierten Hardware hat All for Accounting nach eigenen Angaben in fünf Monate währenden Tests ausgelotet. Wer die fehlenden Module oder Individualanpassungen der Software benötige, könne Mercaware in der Cloud oder als Serverinstallation in Anspruch nehmen, heißt es in der Pressemitteilung. Ein Wechsel von Mercaware auf
dem Raspberry Pi zu einer dieser Varianten sei jederzeit möglich.

Drei gleichzeitig angemeldete Nutzer können die Raspberry-Pi-Variante von Mercaware bedienen. Außerdem gewährt die All for Accounting GmbH ein Rückgaberecht von 30 Tagen. Empfohlen wird die Appliance nur für Unternehmen mit kleinen Datenmengen und zum Kennenlernen von Mercaware – es handelt sich also letztlich um eine Werbemaßnahme des Stuttgarter Unternehmens. Es warnt unter anderem, dass unabhängig von der Datenmenge bei einzelnen Vorgängen geringe Wartezeiten entstünden. Beim Erstellen von Druckformularen als PDF müsse etwa mit einer Pause von etwa 5 Sekunden gerechnet werden.

Die Lösung für Enterprise Resource Planning [5] wird seit 2003 entwickelt. Das Unternehmen All for Accounting GmbH startete dann 2008. Mercaware wird für die Installation auf Kundenservern wie auch als Cloud-Service angeboten.

Der teilweise in Großbritannien gefertigte [6] Rechner selbst kostet nominell 27 Euro; bei einem Import nach Deutschland fallen inklusive Mehrwertsteuer insgesamt um die 35 Euro an. Außer mit der ERP-Software hat das Stuttgarter Unternehmen den Linuxcomputer auch um ein Gehäuse ergänzt: Der Pi wird standardmäßig als reine Platine ohne Gehäuse verkauft.

Der Raspberry Pi war von der gleichnamigen Foundation ursprünglich als billiger Schulcomputer konzipiert worden, der beim Erlernen der Programmierung hilft. Auf seiner Basis sind zuletzt aber auch ein Computing-Cluster im Lego-Rack [7] und eine Retro-Spielkonsole [8] entstanden.

Artikel von ZDNet.de: http://www.zdnet.de

URL zum Artikel: http://www.zdnet.de/88135086/raspberry-pi-als-erp-appliance-kostet-179-euro/

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[1] ERP-Appliance: http://www.zdnet.de/88130455/stuttgarter-firma-macht-raspberry-pi-zur-erp-appliance/

[2] Raspberry Pi: http://www.zdnet.de/unternehmen/raspberry-pi-foundation/

[3] bekannt gegeben: http://www.mercaware.de/nachrichten/items/mercaware_auf_raspberry_pi/

[4] Image: http://www.zdnet.de/wp-content/uploads/2012/12/mercaware-erp-case-auf-dem-raspberry-pi.jpg

[5] Enterprise Resource Planning: http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise-Resource-Planning

[6] teilweise in Großbritannien gefertigte: http://www.zdnet.de/88122303/herstellung-von-raspberry-pi-zieht-von-china-nach-grosbritannien-um/

[7] Computing-Cluster im Lego-Rack: http://www.zdnet.de/88123354/britischer-professor-baut-supercomputer-auf-64-raspberry-pi/

[8] Retro-Spielkonsole: http://www.zdnet.com/uk/raspberry-pi-arcade-kit-wins-kickstarter-funding-in-just-two-days-7000006824/