Skype 3.0 für Android bringt neue Tablet-Oberfläche

Damit ist die Messenger-Anwendung aber nur noch im Querformat nutzbar, was die Verwendung auf kleineren Tablets erschwert. Die Sprachqualität wurde verbessert. Zudem ist jetzt wie auf dem Desktop die Anmeldung per Microsoft-Konto möglich.

Microsoft hat Version 3.0 seiner VoIP- und Messenger-Anwendung Skype für Android veröffentlicht. Das Update liefert neben den üblichen Fehlerkorrekturen erstmals eine für Tablets optimierte Oberfläche, die das im Vergleich zu Smartphones größere Display voll ausnutzt. Laut Anwenderkommentaren im Google Play Store lässt sich die Software jedoch nur noch im Querformat nutzen. Dadurch gestaltet sich das Chatten auf kleinen Geräten wie dem Nexus 7 unter Umständen schwierig, weil durch die eingeblendete Tastatur große Teile des Bildschirms verdeckt werden.

Wie in den Varianten für Desktops und Windows Phone können sich ab sofort auch Android-Nutzer mit ihrem bestehenden Microsoft-Konto anmelden, wodurch eine zusätzliche Registrierung bei Skype entfällt. Bei Verwendung eines Microsoft-Accounts werden Kontakte aus Windows Live Messenger, Hotmail oder Outlook.com automatisch mit Skype verknüpft. So lässt sich via Skype etwa direkt mit Windows-Live-Messenger-Kontakten chatten.

Skype 3.0 für Android wurde an Tablets angepasst. Allerdings erlaubt die App auf diesen Geräten nur noch die Nutzung im Querformat (Bild: Skype).Skype 3.0 für Android wurde an Tablets angepasst. Allerdings erlaubt die App auf diesen Geräten nur noch die Nutzung im Querformat (Bild: Skype).

Neu ist auch Unterstützung für Skypes Breitband-Audiocodec SILK, der für eine deutlich bessere Sprachqualität sorgen soll. Der Codec gleicht die oft schwankende Geschwindigkeit der Internetverbindung aus, um eine gleichwertig hohe Tonqualität zu liefern. Einen Eindruck davon vermittelt ein Video im Skype-Blog.

In einem ersten Test von CNET.com hält die Audioausgabe, was Skype verspricht. Für die Videoqualität trifft das nicht ganz zu: Manchmal ist die Übertragung abgehackt und das Bild pixelig. Alles in allem ist die Videoqualität aber gut, wenn auch nicht ganz so brillant wie auf den von Skype bereitgestellten Screenshots.

Wie bisher ermöglicht die Skype-App auch kostenlose Gespräche und Chats zwischen Skype-Nutzern, die ebenfalls ein Android- oder iOS-Gerät, einen Mac oder Windows-PC verwenden. Gegen Gebühr (Skype-Out) können zudem Telefonate ins Fest- und Mobilfunknetz geführt sowie Kurznachrichten verschickt werden. Der Versand einer SMS kostet in Deutschland 12 Cent. Im Ausland empfiehlt sich die Nutzung eines WLAN-Zugangs, da sonst hohe Roaminggebühren für Datenverbindungen über 3G-Netze anfallen können. Generell sollten Anwender, die Skype auf ihrem Mobilgerät nutzen möchten, eine Datenflatrate haben, die VoIP-Dienste erlaubt.

Skype 3.0.0.6181 für Android kann kostenlos aus dem Google Play Store oder direkt von skype.com/m auf ein Smartphone oder Tablet geladen werden. Die App ist 15 MByte groß und setzt mindestens Android 2.1 voraus.

Themenseiten: Android, Messenger, Microsoft, Mobile, Skype, VoIP

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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