EU berät sich zu Cloud-Fragen mit Amazon und Telefónica

Die EU-Kommission trifft sich am heutigen Montag erstmals mit Branchenvertretern etwa von Amazon und Telefónica im Rahmen der European Cloud Partnership (PDF). Es geht um Wege, einen einheitlichen europäischen Markt für Clouddienste zu schaffen.

Europäische Union

Dahinter steht der Grundgedanke, dass die europäischen Behörden in allen Ländern zusammengenommen der größte Einkäufer von IT-Dienstleistungen sind. Könnte man sie stärker harmonisieren, würden sie über größere Marktmacht verfügen und wären besser in der Lage, ihre Ansprüche umzusetzen. Dazu braucht es aber Standards, etwa für die Beschaffung.

In die Cloud-Partnerschaft investiert die EU zunächst 10 Millionen Dollar. Den Vorsitz des Führungsgremiums hat der estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves inne. Zu den Mitgliedern zählen Oracle-Manager Léo Apotheker und Amazons Chief Technology Officer Werner Vogels, Vertreter der Firmen Accenture, ATOS, F-Secure, SAP und Telefónica ebenso wie der Regierungen von Frankreich, Norwegen, der Niederlande, Österreichs, Polens und Spaniens.

“Ich benötige diesen Beitrag auf höchster Ebene, damit ganz Europa die vollen Vorteile von Cloud-Computing erkennen kann – schnell erkennen kann”, heißt es in einer Vorab-Pressemitteilung von Kommissarin Neelie Kroes. “Präsident Ilves und alle Ausschussmitglieder werden nüchterne, handlungsorientierte Ratschläge geben, um die European Cloud Partnership in Bewegung zu setzen.”

Auf der Tagesordnung steht die Verabschiedung der Ziele der Partnerschaft für das Jahr 2013/14. Unter anderem wird man wohl beraten müssen, wie sich die bekannten Hindernisse, Bedenken und Einwände aus der Welt schaffen lassen. Dazu hat sich der europäische Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx zu Wort gemeldet. Er sagte über die europäische Cloud-Strategie: “Wir müssen sicherstellen, dass Cloud-Dienstleister sich nicht um ihre Verantwortung drücken und dass Cloud-Nutzer in vollem Maße ihre Datenschutzauflagen erfüllen können. Die Komplexität von Cloud-Computing rechtfertigt nicht, die Anforderungen an den Datenschutz herunterzusetzen.”

[mit Material von David Meyer, ZDNet.com]

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