Chrome 23 erweitert Hardwarebeschleunigung und schließt kritische Sicherheitslücken

Das Update steht für Windows, Mac OS X und Linux zur Verfügung. Das GPU-beschleunigte Dekodieren von Videos funktioniert aber nur unter Windows. Chrome 23 unterstützt zudem den Tracking-Schutz "Do not Track".

Google hat die Final von Chrome 23 zum Download freigegeben. Die jüngste Version des Browsers unterstützt hardwarebeschleunigtes Dekodieren von Videos. Allerdings steht diese Funktion nur unter Windows zur Verfügung. Darüber hinaus stopft das Release insgesamt 13 Sicherheitslöcher.

Logo Chrome

Auf Notebooks mit dedizierter GPU verspricht Google längere Akkulaufzeiten, da ein Grafikprozessor weniger Strom benötige als eine CPU. „In unseren Tests hielt der Akku 25 Prozent länger, wenn das durch die GPU beschleunigte Dekodieren von Videos aktiv war“, schreiben die Entwickler Ami Fischman und Watt Wrangler im Chrome-Blog.

Eine weitere Neuerung von Chrome 23 betrifft die Verwaltung der Berechtigungen, die ein Nutzer einer Website erteilt. Das Menü lässt sich jetzt über einen Klick auf das Seiten- oder Schlosssymbol am linken Rand der Adressleiste aufrufen. Bisher musste ein Nutzer zuerst das Menü Einstellungen auswählen, um dann unter „Datenschutz“ die Berechtigungen zu finden. Nun erscheint nach nur einem Klick ein separates Fenster, das alle Berechtigungen, beispielsweise für JavaScript oder den Zugriff auf Standortdaten, auflistet und auch eine Bearbeitung erlaubt.

Chrome 23 unterstützt Google zufolge zudem den Tracking-Schutz „Do not Track“ (DNT). Das Unternehmen weist jedoch darauf hin, dass die entsprechenden Anfragen nur funktionieren, wenn sie von Websites und Diensten respektiert werden. Mit aktiviertem DNT informiert ein Browser kompatible Websites darüber, dass der Nutzer keine seitenübergreifende Beobachtung seines Surfverhaltens zu Werbezwecken wünscht.

Das Risiko, das von fünf der 13 Sicherheitslöcher ausgeht, stuft Google als „hoch“ ein. Ein Angreifer könnte darüber Schadcode einschleusen und innerhalb der Sandbox des Browsers ausführen. Die anderen Anfälligkeiten bewertet das Unternehmen mit „mittel“ beziehungsweise in einem Fall mit „niedrig“. Unter anderem werden mehrere Use-after-free-Bugs sowie Pufferüberläufe und Speicherfehler beseitigt.

Den Findern der Schwachstellen zahlt Google eine Prämie von insgesamt 8000 Dollar. 3500 Dollar gehen an Phil Turnbull, 2500 Dollar an einen Nutzer namens „miaubiz“ und weitere 2000 Dollar an Atte Kettunen von der University of Oulu in Finnland. Die Höhe der Belohnung richtet sich nach der Schwere der gefundenen Anfälligkeiten.

Des Weiteren enthält Chrome 23 auch eine neue Version des Adobe Flash Player. Sie stopft insgesamt sieben Sicherheitslöcher.

Chrome 23 steht für Windows, Mac OS X und Linux zur Verfügung. Nutzer, die Chrome schon installiert haben, erhalten die neue Version automatisch über die integrierte Update-Funktion. Alternativ kann die aktuelle Ausgabe von der Google-Website heruntergeladen werden.

Download:

Chrome BerechtigungenGoogle hat das Menü zum Bearbeiten der Berechtigungen von Websites überarbeitet (Screenshot: ZDNet).

[mit Material von Roger Cheng, News.com]

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Themenseiten: Browser, Chrome, Google

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