Chipdesigner MIPS und seine Patente wechseln den Besitzer

Für die Schutzrechte zahlt ein Konsortium 350 Millionen Dollar. Ihm gehören HP, Intel, IBM und Motorola an. Der Rest des Unternehmens einschließlich 160 Entwicklern geht für 60 Millionen Dollar an Imagination Tech.

Der US-amerikanische Chipdesigner MIPS hat im Zuge zweier Transaktionen den Besitzer gewechselt. MIPS‘ wichtigstes Kapital, 498 seiner 580 Patente, ging für 350 Millionen Dollar an das Patentkonsortium AST. Der Rest des Unternehmens war Imagination Tech noch 60 Millionen Dollar wert.

MIPS-Logo

Die verbleibenden 82 Patente sind für die Architektur des Chipdesigners maßgeblich. Sie sorgen laut Presseerklärung dafür, dass MIPS seine Lizenzen weiter selbst vertreiben kann, ohne dass Lizenznehmer zusätzliche Gebühren fürchten müssten. Imagination übernimmt außerdem den Personalstamm von MIPS mit 160 Entwicklern, die es benötigt, um die Architektur weiterzuführen.

Allied Security Trust oder kurz AST vergibt Lizenzen für von ihm gehaltene Patente an interessierte Parteien – darunter natürlich vor allem seine Mitglieder. Zu letzteren zählen HP, Intel, IBM und Motorola.

Der Aufsichtsrat des Unternehmens hat beiden Vereinbarungen einvernehmlich beigepflichtet. Es stehen aber noch die Genehmigungen durch die Aktionäre aus. MIPS stellt einen Abschluss des Verkaufs bis Ende des ersten Quartals 2013 in Aussicht.

MIPS-CEO Sandeep Vij kommentierte, man werde gemeinsam mit Imagination eine „mächtige und klar von der Konkurrenz abgehobene Alternative zu heutigen CPUs“ schaffen. Bisher unterstützt MIPS ähnlich wie der konkurrierende britische Chipdesigner ARM insbesondere Android – als das derzeit führende Smartphone-Betriebssystem. Mit seiner jüngsten Plattform „proAptiv“ will MIPS hier ARMs Lizenzpreise unterbieten.

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]

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Themenseiten: Android, Imagination Technologies, MIPS, Mobile, Prozessoren, Übernahmen

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