RIM spart sich auch Blackberry-10-Hardware für kommendes Jahr auf

Anders als etwa Nokia wird es die neuen Smartphones nicht vor dem Betriebssystem zeigen. Eine Ausnahme macht das Unternehmen für einige Partner und Journalisten. Gerüchten zufolge ist etwa eine L-Serie mit den Modellen London und Liverpool geplant.

Research In Motion wird wider Erwarten dieses Jahr keine Smartphones mehr vorstellen. Chief Marketing Officer Frank Boulben sagte News.com, man werde wohl noch einige Funktionen zeigen, aber große Neuerungen gebe es erst zum Launchtermin – also Anfang nächsten Jahres.

RIM-Smartphone-Prototyp Dev Alpha mit BlackBerry 10RIM-Smartphone-Prototyp Dev Alpha mit BlackBerry 10 (Bild: News.com)

Gerüchte zu Blackberry-10 Smartphones kursieren mindestens seit Juli. Anfang September gab es sogar ein angebliches Video des Modells London, das zusammen mit Liverpool eine „BlackBerry 10 L-Series“ bilden soll. London verfügt demnach über eine Dual-Core-CPU aus Texas Instruments’ Reihe OMAP mit 1,5 GHz, 1 GByte RAM, 16 GByte Speicher und eine 8-Megapixel-Kamera, aber nicht über eine Tastatur. Auch eine N-Serie mit den Modellen Nevada und Napoli sowie eine M-Serie sind angeblich in Planung.

Es ist nicht unüblich, Smartphones lange vor ihrem Launch oder gar vor dem Launch des genutzten Betriebssystems vorzustellen, wie Nokias Windows-Phone-8-Modelle Lumia 920 und 820 wieder einmal gezeigt haben. RIM zieht es aber offenbar vor, sich bedeckt zu halten – auch wenn es dann während des Weihnachtsgeschäfts nicht einmal in Diskussionen und Gesprächen präsent sein wird.

Boulben erklärt auch, dass die Einführung von BlackBerry 10 und der neuen Smartphones im Rahmen einer weltweiten kampagne erfolge, die von Netzanbietern mit getragen werde. Diesen Partnern zeige man die neuen Geräte auch schon: „Sie haben BB10 gesehen und sind begeistert. Wir werden kräftige Unterstützung durch die Carrier bekommen.“ Auch ausgewählten Journalisten wurde Blackberry 10 unter dem Siegel der Verschwiegenheit schon vorgeführt.

RIM hat Ende dieser Woche schon an den US-Börsen für Erleichterung gesorgt, als es nur 235 Millionen Dollar Verlust und 30 Prozent weniger Umsatz meldete. Zwischen Anfang Juni und Anfang September verkaufte RIM 7,4 Millionen Blackberry-Smartphones und 130.000 Playbooks. Die Zahl der Abonnenten erhöhte sich um 2 Millionen auf 80 Millionen. Im nachbörslichen Handel legte die RIM-Aktie um 20 Prozent zu.

Parallel zu RIMs Ankündigung hat die Site Crackberry allerdings angebliche neue Fotos von zwei Smartphones mit Blackberry 10 gepostet. Eines weist eine Tastatur auf, das andere kommt nur mit Touchscreen. Die Bilder sollen aus einem mittlerweile vom Netz gegangenen Marketing-Video stammen. News.com bestätigt, dass die Geräte aus den Reihen L und N mit den Journalisten gezeigte Exemplaren übereinstimmen.

[mit Material von Roger Cheng, News.com]

Themenseiten: BlackBerry, Mobile, Research In Motion, Smartphone

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu RIM spart sich auch Blackberry-10-Hardware für kommendes Jahr auf

Kommentar hinzufügen
  • Am 30. September 2012 um 22:04 von Julian

    Was bedeutet denn, RIM werde „wider Erwarten dieses Jahr keine Smartphones mehr vorstellen“? Wer hat denn das erwartet? Jeder, der im Thema ist, weiß (schon lange), dass RIM die neuen Geräte erst im 1. Quartal 2013 vorstellen wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *