Streit um Youtube-Videos: Haftbefehl gegen brasilianischen Google-Manager

In den beiden Filmen wird angeblich ein Lokalpolitiker "diffamiert". Google sieht sich nicht als verantwortlich an und legte Berufung ein, das Gericht wies sie ab. Es will auch eine 24 Stunden lange Sperre des Diensts anordnen.

Googles Weigerung, Videos über einen Politiker zu löschen, hat für seinen Brasilien-Chef Fabio Jose Silva Coelho möglicherweise Folgen: Ein Richter hat seine Verhaftung für den Fall angeordnet, dass der Film nicht aus dem Angebot von Youtube entfernt wird.

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Letzte Woche schon verurteilte Richter Flavio Peren das Unternehmen dazu, zwei Videos zu entfernen. Sie enthalten negative Kommentare über Alcides Bernal, der sich um das Amt des Bürgermeisters von Campo Grande bewirbt. Das Gericht nennt sie „verleumdend, beleidigend und diffamierend“. Der Associated Press zufolge könnte in der Folge auch der Zugriff auf Youtube von Brasilien aus für 24 Stunden gesperrt werden.

Google hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Es sieht sich nicht in der Verantwortung für von Nutzern eingestellte Inhalte. Der Agentur zufolge hat das Gericht die Berufung aber schon abgelehnt. Die Polizei sagt, sie habe bisher keinen Haftbefehl gegen den Google-Manager erhalten.

Eine Youtube-Suche nach dem Namen des Kandidaten bringt deutlich mehr als zwei Videos zutage. Unter anderem wird dort behauptet, er verberge Dokumente von öffentlichem Interesse. Ein anderes wirft ihm Geldwäsche vor.

[mit Material von Donna Tam, News.com]

Themenseiten: Gerichtsurteil, Google, Kommunikation, Politik, YouTube, Zensur

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