Dreamforce 2012 bringt Filesharing und Produkt-Updates unter dem Slogan „Social Revolution“

Laut CEO Marc Benioff wird "jede Software wie Facebook aussehen". Das Tool Chatterbox tritt in Konkurrenz zu Dropbox und SharePoint. Salesforce aktualisiert zudem viele seiner Anwendungen.

Salesforce hat auf seiner Hausmesse Dreamforce in San Francisco einige neue Produkte und vor allem aktualisierte Versionen vorhandener Angebote vorgestellt. Dreamforce 2012 zog 90.000 registrierte Teilnehmer und über 350 Partnerfirmen nach San Francisco. Revolutionäre Neuerungen gab es zwar nicht, aber Salesforce überschrieb alles mit dem schon früher überstrapazierten Schlagwort der „Social Revolution“, das nun erneut den bislang bevorzugten Begriff „Social Enterprise“ ablöst.

„Ich glaube, jede Software wird wie Facebook aussehen, nicht nur unsere“, sagte CEO Marc Benioff. „Alle werden umschreiben müssen, um eine Plattform mit Rückmeldungen zu bekommen, weil die Nutzer darin geübt und dadurch auch produktiv sind. Es muss dazu ein Gegenstück für Enterprise geben.“

Mit Chatterbox kündigte Benioff ein Tool an, das mit Dropbox, Box und ähnlichen Angeboten konkurriert. Chatterbox soll die Synchronisation von Dateien über Geräte hinweg ermöglichen, den Zugriff auf Dokumente und den sicheren Austausch von Dokumenten. Laut John Taschek, als Senior Vice President für die Marketingstrategie verantwortlich, will Salesforce damit vor allem Dropbox und nicht den Partner Box ins Visier nehmen. „Chatterbox ist ein Ersatz für Dropbox im Unternehmen“, sagte er gegenüber ZDNet.com. „Wir bringen zusätzliche Sicherheit für regulierte Branchen. Darüber hinaus ist es möglich, eine Datei hinzuzufügen und ihren Weg zu verfolgen, sie über eine Organisation oder Gruppe zu teilen.“

Box bleibe weiterhin bedeutsam durch seine Kombination von persönlichem und unternehmensweitem Sharing in einer Weise, die Ordner ersetzt. Mit anderen Worten, Salesforce könnte auch teilweise im Wettbewerb zu Box stehen, aber als gemeinsame Gegner sind Dropbox und SharePoint zu sehen. „Chatterbox räumt auf mit der Promiskuität von Dropbox und der Altertümlichkeit von SharePoint“, stichelte Taschek.

Mit Identity führt Salesforce eine Identitätsverwaltung ein und nimmt damit Okta ins Visier. Salesforce baut auch hier Features ein, die seine eigene Plattform in den Mittelpunkt stellen. Es kombiniert die einmalige Anmeldung für verschiedene Dienste mit der Möglichkeit, Daten in Chatter zu importieren. Noch etwas unklar sind die möglichen Auswirkungen auf Dienste wie Okta, die der Anmeldung für verschiedene Cloud-Umgebungen dienen.

Work.com ist nichts anderes als das umbenannte Rypple. Auch mit der gehosteten Personalmanagement-Software scheint Salesforce ein wenig das angestammte Feld von Partnern zu betreten. Aber Workday und Salesforce werden dank der gemeinsamen Gegenspieler – Oracle und SAP – vermutlich als enge Partner verbunden bleiben.

Mit Salesforce Touch setzt der Softwarekonzern erneut auf HTML 5, um mobile und Enterprise-Anwendungen zu verbinden. Salesforce Communities soll als Plattform für Soziale Netze mit Partnern und Kunden dienen.

Die Strategie von Salesforce scheint darauf hinauszulaufen, sich über die Cloud in den Enterprise-Mittelpunkt zu stellen. Während der Dreamforce 2012 hat Salesforce einzelne Elemente zu einer schon vor Jahren angekündigten Revolution vorgestellt. „Diese Konferenz muss für mich das sein, was Steve Jobs immer für mich war“, sagte CEO Benioff. „Das heißt, sie muss visionär und inspirierend sein und die Zukunft so gut aufzeigen wie nur möglich.“

[mit Material von Larry Dignan, News.com]

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