Prozess gegen Google Books verzögert sich

Richter Raymond Lohier will ein anderes Urteil abwarten: ob nämlich Sammelklagen von Autoren gegen Google zulässig sind. Google hält die Digitalisierung geschützter Werke ohne Rückfrage für "Fair Use". Es sieht sich durch die Mehrheit der Autoren gedeckt.

Google hat im Streit mit der Autorenvereinigung Authors Guild einen Aufschub erreicht, wie Bloomberg berichtet. Richter Raymond Lohier vom für Manhattan zuständigen US-Berufungsgericht hat seinem Antrag stattgegeben, eine untergeordnete Entscheidung abzuwarten. Darin geht es um die Frage, ob Sammelklagen von Autoren gegen Google Books zulässig sind.

Google Books - Logo

Amtsrichter Danny Chin hatte im Juni entschieden, Sammelklagen durch Autoren zuzulassen. Google geht gegen die Entscheidung in Berufung. Es glaubt, dass viele Autoren gerne in Google Books und damit auch in Googles Suche zu finden sein möchten. Der Ausgang dieses Verfahrens wird nun abgewartet, bevor das Berufungsgericht über die Vorwürfe der Authors Guild entscheidet.

Google hat im Rahmen seines Digitalisierungsprojekts über 12 Millionen Bücher erfasst. Die Authors Guild sieht dies als Urheberrechtsverstoß, Google dagegen als „Fair Use“. Die Autorenvereinigung fordert zwischen 750 und 30.000 Dollar Schadenersatz pro geschütztem Buch.

Der langjährige Streit hätte 2011 beinahe ein Ende gefunden, als sich im Rahmen des Google Books Settlement die Parteien auf 125 Millionen Dollar Kompensation einigten. Doch Chin lehnte den Entwurf als „nicht fair, nicht angemessen und nicht vernünftig“ ab. Das Justizministerium hatte die Befürchtung geäußert, das Settlement werde den Wettbewerb im Markt für digitale Bücher reduzieren.

[mit Material von Casey Newton, News.com]

Themenseiten: E-Commerce, Gerichtsurteil, Google, Urheberrecht, authors

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