Japanfeinliche Proteste in China treffen Canon und Panasonic

Die japanischen Elektronikkonzerne Canon, Panasonic und Sony haben etliche Fabriken in China vorübergehend geschlossen. Sie reagieren damit auf Angriffe auf die Anlagen wegen antijapanischer Ressentiments, wie Reuters berichtet.

Umstrittene Inseln im ostchinesischen Meer

Umstrittene Inseln im ostchinesischen Meer (Bild: David Vasquez, Wikimedia Commons)

Panasonic ließ eine Fabrik heute geschlossen und bat die Arbeiter, zu Hause zu bleiben. In zwei weiteren wurden die Arbeiten im Tagesverlauf ausgesetzt. Bevor man die Fabriken frühestens morgen wieder öffne, werde man den Schaden schätzen, heißt es. Laut Panasonic-Sprecher Atsushi Hinoki soll der Betrieb durch Mitarbeiter “sabotiert” worden sein.

Auch Canon ließ am Montag die Arbeit in drei seiner vier chinesischen Fabriken ruhen. Eine davon stellt Laserdrucker her, eine andere Digitalkameras. Beide finden sich in der Stadt Guangdong. Das dritte geschlossene Werk ist eine Fabrik für Kopierer in Jiangsu.

Sony empfiehlt seinen Angestellten, Reisen nach China aus Sicherheitsgründen aufzuschieben, soweit irgend möglich. Der Konzern will die Arbeit in China aber am Dienstag wieder aufnehmen. Welche Folgen die Vorfälle in Markenshops und Fabriken haben werden, steht noch nicht fest; ein von Reuters zitierter Sprecher wollte noch nicht einmal seinen Namen nennen.

China und Japan streiten um eine Reihe von Inseln im ostchinesischen Meer, die in Japan Senkaku, in China Diaoyu heißen. Seit Samstag schlägt sich das in Unruhen und Aktionen gegen japanische Firmen nieder. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Hong Wei, sagte Journalisten, man werde japanische Staatsbürger schützen. Die Proteste müssten in “geordneter, vernünftiger und gesetzeskonformer” Weise ablaufen. Allerdings liege es an Japan, seine Vorgehensweise zu korrigieren.

[mit Material von Ellyne Phneah, ZDNet.com]

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