IDF: Standardisierungsgremien wollen Notebooks mit Smartphones verbinden

Die PCI-SIG und die MIPI Alliance haben auf dem Intel Developer Forum in San Francisco eine Kooperation angekündigt: Gemeinsam wollen sie ein Protokoll entwickeln, das Server, Notebooks, Tablets, Smartphones und intelligente Systeme aller Art umfasst. Dazu kombinieren sie ihre Standards PCIe und MIPI M-PHY.

Logo MIPI Alliance

MIPI steht für Mobile Industry Processor Interface. Die offene Gruppierung wurde 2003 von ARM, Intel, Nokia, Samsung, STMicroelectronics und Texas Instruments gegründet, mittlerweile zählt sie aber zahlreiche weitere Akteure der Branchen Smartphones und Tablets zu ihren Mitgliedern. Die PCI-SIG ist seit 1992 das Standardisierungsgremium für PCI und PCI Express (PCIe). Ihrer Führung gehören aktuell Vertreter von Intel, Microsoft, IBM, AMD, Oracle, HP, Broadcom, Agilent Technologies und Nvidia an; insgesamt hat sie mehr als 800 Mitglieder.

Logo der PCI-SIG

Der gemeinsame Standard soll schon bis Ende des Jahres in einem ersten Entwurf vorliegen und 2013 finalisiert werden. Es heißt, die Ausarbeitung werde dadurch beschleunigt, dass man sich vorab geeinigt habe, welche Bausteine man dafür verwende. Um ihn voll zu nutzen, müssen Firmen sowohl der PCI-SIG als auch der MIPI angehören, wie Al Yanes sagt, der Präsident und Chairman der PCI-SIG.

Einen Namen für den neuen Standard haben die Partner noch nicht festgelegt. Klar ist aber, dass das Funkprotokoll Wireless Gigabit (WiGig) zu den ersten Profiteuren der neuen Spezifikation gehören wird. Sie wird auch verschiedenen Arten von Storage-Applikation zugrunde liegen. Außerdem soll sie in der PCIe-Basisspezifikation 4.0 festgeschrieben werden.

PCIe 4.0 wird für Ende 2015 erwartet. Aufgrund physikalischer Beschränkungen dürfte es der letzte PCI-Express-Standard sein, der mit Kupferkabeln arbeitet. Glasfaserkabel werden sie wohl anschließend ersetzen.

[mit Material von TechEye.co.uk]

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