GoDaddy-Ausfall wurde nicht durch Hackerangriff verursacht

Laut Interim-CEO Scott Wagner waren zu keiner Zeit Nutzerdaten gefährdet. Grund für den Ausfall waren offenbar Netzwerkprobleme die zu beschädigten Routingtabellen führten. Die Störung dauerte etwa sechs Stunden.

Der weltgrößte Webhoster und Domain-Registrar GoDaddy hat sich zu dem massiven Ausfall am Montag geäußert, in dessen Folge Millionen Websites stundenlang offline waren. „Der Ausfall wurde nicht durch externe Einflüsse verursacht“, sagte Interim-CEO Scott Wagner. „Es war kein ‚Hack‘ und keine Denial-of-Service-Attacke (DDoS).“

Ein vermutlich brasilianischer Twitter-Nutzer namens „@AnonymousOwn2r“ hatte behauptet, die Ausfälle im Alleingang mit einem DDoS-Angriff verursacht zu haben. Seine Angaben waren aber schon deswegen wenig glaubhaft, weil er sich selbst als „offizielles Mitglied“ sowie „Sicherheitsleiter“ von Anonymous bezeichnete. Das schon länger dem Hackerkollektiv zugeordnete Twitter-Konto @YourAnonNews distanzierte sich von seinen Angaben.

Wagner stellte zudem klar, dass zu keiner Zeit Nutzerdaten in Gefahr gewesen noch irgendwelche Systeme kompromittiert worden seien. Gleichzeitig entschuldigte er sich bei den Nutzern für den Ausfall und bedankte sich für ihre Geduld.

Was genau den mehrstündigen Ausfall verursacht hat, ist immer noch unklar. Auch Wagners Aussagen sind eher vage: „Wir haben herausgefunden, dass sich der Ausfall aufgrund einer Reihe interner Netzwerkfehler ereignet hat, die zu beschädigten Routingtabellen führten. Sobald das Problem identifiziert war, haben wir korrigierende Maßnahmen eingeleitet, um die Dienste für unsere Kunden und GoDaddy.com wiederherzustellen. Wir haben auch Vorkehrungen getroffen, um zu verhindern, dass so etwas noch einmal passiert.“

Die Ausfälle begannen GoDaddy zufolge am Montagmorgen um 10 Uhr Ortszeit. Nachmittags wich der Hoster vorübergehend auf DNS-Server des konkurrierenden Webregistrars VeriSign aus, um seine Websites und Dienste wieder erreichbar zu machen. Gegen 16 Uhr Ortszeit waren die Services nach Unternehmensangaben wieder hergestellt.

Betroffen waren laut TechCrunch neben Websites auch E-Mail-Konten und andere Dienste, die auf die DNS-Server von GoDaddy angewiesen waren. Mit über 45 Millionen verwalteten Domainnamen ist GoDaddy der weltweit führende Registrar und viermal größer als der nächstfolgende Wettbewerber.

[mit Material von Paul Sloan, News.com]

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