Kodak streicht weitere 1000 Stellen

Sie sollen bis zum Jahresende wegfallen. Kodak verspricht sich davon Einsparungen in Höhe von 330 Millionen Dollar. Das angeschlagene Traditionsunternehmen schließt einen weiteren Personalabbau nicht aus.

Kodak wird die Zahl seiner Mitarbeiter weiter reduzieren. Bis zum Jahresende sollen nochmals 1000 Arbeitsplätze wegfallen. Dadurch will das angeschlagene Traditionsunternehmen Personalkosten in Höhe von 330 Millionen Dollar einsparen. Schon Anfang des Jahres hatte es die Streichung von 2700 Stellen angekündigt.

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„Wir haben erkannt, dass wir unsere Ausgaben schnell und deutlich reduzieren müssen“, wird Antonio Perez, CEO und Vorstandsvorsitzender von Kodak, in einer Pressemitteilung zitiert. Die derzeitige Kostenstruktur sei für ein größeres und breiter aufgestelltes Unternehmen gedacht.

Weitere Entlassungen bei Kodak sind nicht ausgeschlossen. Das Unternehmen teilte mit, es prüfe zusätzliche Streichungen beim Personal und im operativen Bereich.

Das Jahr 2012 wird als ein Jahr der großen Veränderungen in Kodaks Firmengeschichte eingehen. Im Februar gab das Unternehmen die Schließung seines Digitalkamerageschäfts bekannt – ein Bereich, den Kodak mit geschaffen hat. Stattdessen will es sich auf die Lizenzierung seines geistigen Eigentums konzentrieren.

Außerdem plant das Unternehmen, sich von den Abteilungen Personalized Imaging und Document Imaging zu trennen. Zu Personalized Imaging gehören die Unterbereiche Retail Systems Solutions (RSS), Paper & Output Systems (P&OS) und Event Imaging Solutions (EIS). Document Imaging dagegen produziert Scanner und Erfassungssoftware für Firmen, die durch Dienste ergänzt werden.

Anfang des Jahres hatte Kodak Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Rechts beantragt. Seitdem versucht das Management, Geld zu beschaffen und das Unternehmen neu auszurichten. Eine Patentauktion sollte rund 2,5 Milliarden Dollar in die Kassen spülen. Die Gebote sind Medienberichten zufolge allerdings deutlich niedriger ausgefallen als erwartet. Gegenüber News.com deutete Kodak an, es werde seine Schutzrechte möglicherweise doch nicht veräußern.

Präsident Philip Faraci und CFO Antoinette McCorvey werden das Unternehmen verlassen. Im Rahmen seiner Restrukturierung gibt sich Kodak auch eine neue Management-Struktur. Sie umfasst die Geschäftsbereiche Digital Printing und Enterprise, Entertainment und Commercial Films sowie Personalized Imaging und Document Imaging. Die letztgenannte Sparte setzt sich aus den beiden Abteilungen zusammen, die Kodak abstoßen will.

[mit Material von Don Reisinger, News.com]

Themenseiten: Drucker, IT-Jobs, Kodak

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