Sharing-Site Filesonic geht offline

Seit der Razzia gegen Megaupload im Januar war der Dienst nur noch als persönliches Schließfach zu gebrauchen. Dies kostet Nutzer. Ausschlaggebend könnte aber auch eine Klage durch den Pornokonzern Flava Works gewesen sein.

Die Website FileSonic ist nicht mehr verfügbar. Nach der Razzia bei Megaupload hatte sie für ihre Nutzer schon massive Beschränkungen eingeführt. Schon seit Mittwoch letzter Woche sei kein Zugriff mehr möglich, meldet TorrentFreak.

Das FBI war im Januar gegen Megaupload vorgegangen. Anschließend schloss FileSonic eine Reihe von Konten und löschte Dateien. Außerdem richtete es ein Banner ein, um die veränderten Nutzungsbedingungen zu klären: „Unser Dienst kann nur für Uploads genutzt werden und um Dateien wieder herunterzuladen, die Sie selbst eingestellt haben“ – das Angebot sollte also ein reiner Cloud-Schließfach-Dienst werden.

Filesonic

Die Änderungen führten zu rückläufigen Traffic- und Nutzerzahlen. TorrentFreak deutet aber an, dass FileSonic aus anderen Gründen kapituliert haben könnte. Laut einem Bericht der BBC war es Ziel einer Klage durch den Porno-Vertreiber Flava Works. Dieses Unternehmen hatte im August schon eine ähnliche Filesharing-Site namens Oron in die Knie gezwungen. Gegen myVidster war es allerdings vor Gericht gescheitert.

Megaupload-Gründer Kim Schmitz bekommt inzwischen Teile seines konfiszierten Millionenvermögens zurück, wie die Financial Times Deutschland vergangene Woche berichtete. Zwei Wochen vorher hatte er ein neues Projekt angekündigt: den Musikdienst Megabox, dessen Domain Megabox.com sich Schmitz bereits gesichert hat. Künstler sollen dort ihre Werke direkt an die Verbraucher verkaufen können – und 90 Prozent der Einnahmen behalten.

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]

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