Irland verspricht Breitband mit 30 MBit/s für alle Haushalte

Dieses Ziel will der irische Kommunikationsminister bis 2016 realisieren. Großbritannien verspricht bis 2015 für 90 Prozent einen Zugang mit mindestens 24 MBit/s. Der deutsche Wirtschaftsminister sagt "flächendeckend" 50 MBit/s im Jahr 2018 zu.

In der Republik Irland sollen auch die entlegensten Hütten bis zum Jahr 2016 eine Breitband-Anbindung ans Internet mit mindestens 30 MBit/s bekommen. Das ist Ziel eines von Kommunikationsminister Pat Rabbite vorgestellten Plans. Die Initiative verfügt über ein Budget von 175 Millionen Euro, das in die landesweite Daten-Infrastruktur fließen soll. Der Ziel gilt ausdrücklich für jedes Wohnhaus und jedes Firmengebäude – „egal wie ländlich oder entlegen“.

Flagge von Irland

Die dichter besiedelten Regionen des Landes will die Regierung sogar noch besser anbinden. Bis 2015 soll etwa die Hälfte der Bevölkerung zwischen 70 MBit/s und 100 MBit/s versorgt werden. Weitere 20 Prozent, die in Kleinstädten leben, sollen 40 MBit/s erhalten.

Mit Regierungsgeldern will man allerdings nur Gebiete erschließen, „wo es offensichtlich ist, dass der Markt nicht ausreicht“, wie es in der Projektbeschreibung (PDF) heißt. Irlands Bevölkerung sei stärker über die Fläche verteilt als in vielen anderen Ländern. Die Privatwirtschaft benötige Anreize, weil bestimmte Dienste wirtschaftlich nicht sinnvoll seien.

Die Zahl der Breitband-Nutzer in Irland ist in den letzten Jahren von 602.000 auf 1,7 Millionen gestiegen. Allerdings beträgt der Durchsatz in mehr als 90 Prozent aller Fälle maximal 10 MBit/s.

Auch der britische Minister für Kultur, Olympia, Medien und Sport Jeremy Hunt hatte vor einer Woche seinen Wählern „das schnellste Breitbandnetz Europas“ versprochen. Konkret will er im Jahr 2015 für 90 Prozent einen Zugang mit mindestens 24 MBit/s schaffen.

In Deutschland sind 57,1 Prozent aller Nutzer über eine Breitband-Verbindung mit dem Internet verbunden. Wichtigste Zugangsart bleibt mit 42,2 Prozent DSL, jedoch haben Kabel und Mobilfunk deutlich zugelegt. Nach 5,9 beziehungsweise 2,9 im Vorjahr gehen nun 8,5 Prozent respektive 5,1 Prozent zu Hause hauptsächlich über diese Techniken online. Die Zuwachsquote bei Kabel beträgt demnach 44 Prozent und bei Mobilfunk sogar 76 Prozent. Der durchschnittliche Durchsatz ist nicht bekannt. Bundeswirtschaftsminister Rösler plant laut breitbandinitiative.de eine Versorgung mit „flächendeckend 50 MBit/s“ im Jahr 2018.

[mit Material von Jo Best, ZDNet.com]

Themenseiten: Breitband, Kommunikation, Politik

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