Bericht: Neues Amazon-Tablet nutzt Nokia Maps als Kartendienst

Der Hersteller würde sich damit brüsk von der Android-Komponente Google Maps abwenden. Auch Apples iOS 6 verzichtet auf Googles Dienst. Bing und Yahoo verwenden beide die Navteq-Karten von Nokia.

Amazon hat Nokia als Kartendienst für sein nächstes Tablet der Reihe Kindle Fire verpflichtet. Dies berichten Quellen der Nachrichtenagentur Reuters. Eigentlich ist der Kartendienst von Google Teil des Betriebssystems Android, das Amazon nutzt.

Nokia-Karte bei Bing MapsNokia-Karte bei Bing Maps (Screenshot: ZDNet)

Möglicherweise will sich Amazon mit der Entscheidung stärker von Google abgrenzen. Auch Apple hatte im Juni angekündigt, die nächste iOS-Version werde Google Maps nicht mehr nutzen. Das Unternehmen aus Cupertino ersetzt den Google-Dienst allerdings durch eine selbst entwickelte Alternative mit 3D-Karten. iOS hatte bis Version 5 durchweg einen Client für Google Maps enthalten.

Nokia Maps (früher Ovi Maps) ist in den letzten Monaten stark gewachsen, was der Anbieter vor allem seinem Partner Microsoft verdankt. Der Dienst wird Teil von Windows Phone 8 sein; heute nutzt Microsofts Bing schon zahlreiche Nokia-Daten. Auch Yahoo verwendet Nokias Kartenmaterial.

Nokia war durch eine im Jahr 2007 angekündigte Übernahme von Navteq zu einem der führenden Kartendienste aufgestiegen. Navteqs Mapping-Lösungen kommen auch in Auto-Navigationssystemen zum Einsatz.

Amazon hat das Tablet Kindle Fire gestern als ausverkauft gemeldet. Für 6. September ist eine Pressekonferenz geplant. Dort wird neben mindestens einem neuen Kindle Fire wohl auch ein E-Reader namens Kindle Paperwhite vorgestellt werden.

[mit Material von Don Reisinger, News.com]

Themenseiten: Amazon, Android, Apple, GPS, Google, Mobile, Nokia, Tablet

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