Assange-Unterstützer hacken Maildienst der Universität Cambridge

Die NullCrew war vor einem Monat schon mit einer Attacke auf die US-Universität Yale erfolgreich. Mit ihrem Hack des Mailsystems in Cambridge schließt sie sich der Operation Free Assange an. Der genaue Zusammenhang ist allerdings unklar.

Eine Gruppe Unterstützer von Julian Assange namens NullCrew hat den E-Mail-Dienst der britischen Universität Cambridge gehackt. Es handle sich um eine Fortsetzung der Anonymous-Angriffe auf britische Regierungssites, um Freiheit für den Wikileaks-Gründer zu fordern, heißt es. Eine tatsächliche Verbindung zwischen der Universität und dem Abschiebungsverfahren um Assange scheint jedoch nicht zu bestehen.

Die Angreifer haben diverse Konteninformationen veröffentlicht, darunter die Log-in-Daten von Administratoren und Lehrpersonal. Wie viele Passwörter die NullCrew kopiert hat, ist unbekannt. Nach eigenen Angaben war sie per SQL Injection erfolgreich. Die Studentenwebsite The Tab hat die Aktion zuerst gemeldet.

Die Universität hat den Angriff bestätigt. Ihr zufolge „gibt es keine Hinweise“, dass Daten von Nutzern des Maildiensts kompromittiert wurden. Dies behauptet übrigens auch NullCrew nicht. Die Universität hat einige Systeme vorübergehend vom Netz genommen, während sie ihre Sicherheitsvorkehrungen überprüft.

NullCrewDie NullCrew hat sich der Operation „Free Assange“ von Anonymous angeschlossen (Screenshot: ZDNet).

NullCrew hatte vergangenen Monat 1200 Mailzugänge der US-Universität Yale veröffentlicht. In Großbritannien scheint sie bisher nicht aktiv gewesen zu sein.

Julian Assange war im März beim Debattierklub der Universität – der „Union Society“ – zu Gast gewesen, was aber wohl keinen Grund für einen solchen Angriff liefert. Auch die jüngsten Attacken von Anonymous waren nicht immer nachvollziehbar. Sie trafen beispielsweise den Labour-Abgeordneten Peter Hain, der sich gegen Assanges Auslieferung ausgesprochen hat.

[mit Material von Peter Judge, TechWeekEurope.co.uk]

Themenseiten: Anonymous, E-Mail, Hacker, wikileaks.org

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