357 Cyberkriminelle auf den Philippinen verhaftet

Es handelte sich vor allem um dort wohnhafte Chinesen und Taiwaner. Ihre Masche zielt auf Konten von Festlandchinesen ab. Zwei der Verhafteten gelten als Financiers der Bande.

Bei Razzien auf den Philippinen sind 357 mutmaßliche Cyberkriminelle festgenommen worden. Die meisten stammen vom chinesischen Festland oder aus Taiwan; sie waren 2010 auf die Philippinen gekommen, nachdem China sein Vorgehen gegen Online-Verbrechen verstärkt hatte.

Cybersecurity

Der Einsatz erfolgte um 6.30 Uhr morgens philippinischer Zeit. Insgesamt 20 Wohnhäuser wurden durchsucht. Unter den Verhafteten sollen auch zwei Personen sein, die als Financiers der Verbrecherbande gelten. Ihre Namen gibt die Polizei mit Maria Luisa Tan und Jonson Tan Co an.

Laut dem Einsatzleiter der örtlichen Polizeieinheit, Keith Singian, wird ihnen internationaler Telekommunikations- und Finanzbetrug zur Last gelegt. „Über Internet-Telefonie kontaktierte die Bande Opfer auf dem chinesischen Festland, wobei sich die kriminellen als Polizeibeamte ausgaben und behaupteten, die Konten der Betroffenen würden für Geldwäsche und die Finanzierung von Terroristen genutzt.“ Die Opfer wurden aufgefordert, ihr Geld auf sichere Polizeikonten zu überweisen. Aus Furcht sollen viele Chinesen diese Anweisung befolgt haben.

Aufgrund der großen Zahl an Verdächtigen wurden sie nicht in Polizeiwachen untergebracht, wie sonst während der Untersuchungshaft üblich. Stattdessen nutzt die philippinische Polizei vorübergehend ihr eigenes Ausbildungslager Camp Vicente Lim in Laguna, um die Verdächtigen unterzubringen.

[mit Material von Tom Brewster, TechWeekEurope.com]

Themenseiten: China, Cybercrime

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