Salesforce.com hebt nach gutem zweiten Quartal Umsatzprognose an

Die Einnahmen steigen im Jahresvergleich um 34 Prozent auf 732 Millionen Dollar. Unterm Strich steht aber ein Fehlbetrag von 9,38 Millionen Dollar. Der Aktienkurs gab trotz der erhöhten Prognose für das dritte Quartal leicht nach.

Salesforce.com hat seine Bilanz für das zweite Geschäftsquartal 2013 (bis 31. Juli) vorgelegt. Sie weist einen Fehlbetrag von 9,83 Millionen Dollar oder 0,07 Dollar je Aktie aus. Im Vorjahresquartal hatte das Cloud-Computing-Unternehmen einen GAAP-Nettoverlust von 4,27 Millionen Dollar oder 0,03 Dollar pro Aktie verzeichnet.

Dafür erhöhte sich der Umsatz im Jahresvergleich um 34 Prozent von 546 auf knapp 732 Millionen Dollar. Allein mit Abonnements und Support setzte Salesforce.com 687 Millionen Dollar um, was einem Plus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Service-Umsätze legten um 20 Prozent auf 44 Millionen Dollar zu.

Die Einnahmen wie auch der Non-GAAP-Gewinn je Anteilsschein von 0,42 Dollar übertrafen die Erwartungen der Wall Street. Die Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 728,3 Millionen Dollar und einem Aktiengewinn von 0,39 Dollar gerechnet.

Dennoch sank der Kurs der Salesforce-Aktie am Freitag um über 2 Prozent auf rund 143 Dollar. Grund dafür dürfte der Ausblick für das dritte Fiskalquartal sein. Zwar erhöhte das Unternehmen seine Prognose für den Non-GAAP-Aktiengewinn auf 0,31 bis 0,32 Dollar und für den Umsatz auf 773 bis 777 Millionen Dollar, doch die Wall Street rechnet mit 0,34 je Aktie und Einnahmen von 771,3 Millionen Dollar. Auf GAAP-Basis geht Salesforce von einem Verlust im Bereich zwischen 26 und 27 US-Cent pro Anteilsschein aus. Das Ergebnis werde durch negative Wechselkurseinflüsse in Europa belastet.

Analysten hatten insbesondere ein Auge auf Salesforces Ausgaben für Vertrieb und Marketing. Im zweiten Quartal stiegen die operativen Kosten auf 582,7 Millionen Dollar, von 440,8 Millionen Dollar im Jahr zuvor. Allein 380,2 Millionen Dollar flossen in Vertrieb und Marketing (Vorjahr: 283 Millionen Dollar).

CEO Marc Benioff erklärte, die Strategie, sich auf Großunternehmen zu konzentrieren, zahle sich aus. Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé etwa habe Salesforce für 300.000 Angestellte eingeführt. Auf Force.com seien inzwischen mehr als 300.000 Anwendungen verfügbar.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2013 rechnet Salesforce mit einem Non-GAAP-Aktiengewinn von 1,48 bis 1,51 Dollar bei Einnahmen zwischen 3,02 und 3,03 Milliarden Dollar. Analysten erwarten im Schnitt 3,02 Milliarden Dollar Umsatz und 1,49 Dollar Gewinn pro Aktie. Auf GAAP-Basis soll es einen Verlust zwischen 72 und 75 US-Cent je Aktie geben.

[mit Material von Larry Dignan, ZDNet.com]

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