HP-Chefin Whitman hofft auf Erfolge mit Autonomy und Hybrid-Notebooks

In der Analystenkonferenz zu den Quartalsergebnissen spricht sie viel von Gegenwind und Herausforderungen. Es gibt ihr zufolge aber erste Fortschritte im Turnaround. Die neuen Ultrabooks und Tablets sollen ausgesprochen wettbewerbsfähig sein.

In einer Analystenkonferenz zu den verlustreichen Quartalsergebnissen haben CEO Meg Whitman und ihre Finanzchefin Catherine Lesjak mehrfach von „Gegenwind“ gesprochen. Sie hätten Fortschritte im Turnaround erreicht, müssten sich aber noch schwierigen Herausforderungen stellen, lautete der Tenor. „Wir haben viele Herausforderungen“, sagte Whitman. „Einige sind makroökonomisch, einige liegen im Geschäftsumfeld. Und offen gesagt, einige haben mit der Umsetzung durch HP zu tun.“

Die beiden ersten Faktoren werden nach Whitmans Einschätzung auch das vierte Quartal beeinflussen und sich noch 2013 deutlich auswirken. Noch immer anhaltende Probleme sieht sie in der Umsetzung durch HP. „Tatsache ist, dass wir uns in schwierigen wettbewerblichen Auseinandersetzungen befinden, aber wir sind entschlossen, zu gewinnen.“

HP erweitert seine Produktpalette mit hybriden Tablet-Notebooks sowie Business-Tablets mit Windows 8 (Bild: Hewlett-Packard).

 

HP musste 8,9 Milliarden Dollar Verlust im dritten Fiskalquartal melden. Sie fielen allerdings überwiegend durch hohe Abschreibungen und Kosten für die laufende Restrukturierung des Unternehmens an. Trotz aller Herausforderungen habe das Unternehmen noch ein „ordentliches Quartal“ gehabt, sagte die HP-Chefin.

Auf den starken Konkurrenzdruck im PC-Geschäft will HP unter anderem mit Windows-8-Tablets für den Business-Einsatz reagieren. Darüber hinaus kündigte Whitman Hybrid-Geräte an – „zwei Tablets für den Verbrauchermarkt, die mit Notebooks kombiniert sind, wenn Sie so wollen“. Offenbar in Anspielung auf die Ultrabook-Modelle versicherte sie den Analysten, HP verfüge über „eine der besten Produkt-Aufstellungen, die wir in der PC-Sparte seit langem hatten“.

Die Zusammenführung der PC-Sparte PSG und der Druckersparte IPG hat laut Whitman geholfen, die Kosten unter Kontrolle zu bringen. „Wir werden unsere Position als Nummer 1 im Markt verteidigen“, sagte sie.

Besondere Aufmerksamkeit erfordert Whitman zufolge Autonomy, dessen Aktienmehrheit Hewlett-Packard im Oktober 2011 übernahm. Mit dieser Akquisition wollte HP seine Position im Bereich Enterprise-Software stärken. Der Spezialist für die Verwaltung unstrukturierter Daten sollte HPs Fähigkeiten steigern, die Bedeutung von Daten zu erkennen, was Einsichten, Voraussagen und Entscheidungsprozesse vereinfache.

„Wir sind aggressiv an dieses Geschäftsfeld herangegangen“, sagte Whitman. Mit dem Archivierungsdienst Autonomy LiveVault sei etwa während des Quartals die Schwelle von 10.000 Kunden überschritten worden, was die Eigendynamik dieses Cloud-Angebots von HP beweise. „Insgesamt haben wir noch eine lange Strecke vor uns, aber wir unternehmen die Schritte, um die Probleme zu beheben und den Erfolg von Autonomy zu sichern.“

CFO Lesjak sprach von erforderlichen Anstrengungen für Autonomy über die nächsten Quartale hinweg. Erst im Mai hatte Autonomy sechs leitende Manager verloren – zusätzlich zu Gründer und CEO Mike Lynch. Gründe für die Abgänge nannte Autonomy nicht, während HP den Weggang von Lynch kommentierte: „Es ist üblich und auch natürlich, das sich die Gründer nach einer Akquisition verabschieden, besonders wenn der tägliche Betrieb einen immer höheren Stellenwert bekommt.“

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com]

Themenseiten: Autonomy, Business, HP, Quartalszahlen, Software, Übernahmen

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