Samsung Serie 9: das ultraportable Premium-Notebook im Test

Samsungs 15-Zoll-Laptop ist gerade einmal 1,5 Zentimeter hoch und 1,6 Kilo schwer. Eine 128-GByte-SSD, eine Core-i5-CPU aus der neuen Ivy-Bridge-Generation und 8 GByte RAM sorgen für schnelles Booten und Arbeiten. Auf ein optisches Laufwerk müssen Nutzer verzichten.

Als Samsung letztes Jahr seine ultraportable Serie-9-Notebookfamilie vorstellte, beeindruckte sie mit ihrer Kombination aus einer extrem flachen Bauform und einer hohen Performance. Mit dem verstärkten Aufkommen der Ultrabooks bieten aber mittlerweile immer mehr Hersteller vergleichbare Produkte an, die vielleicht nicht ganz so flach, aber dafür teilweise deutlich günstiger sind. Samsung hat inzwischen die Serie-9-Notebooks auf den neuesten technischen Stand gebracht und integriert zum gleichen Listenpreis wie die Vorgänger Intels neueste Core-Prozessoren der Ivy-Bridge-Generation.

Mit 15 Zoll Bildschirmdiagonale – in Deutschland werden die Serie-9-Notebooks mit 13,3- und 15-Zoll-Display angeboten – ist das getestete Modell NP900X4C größer als die meisten anderen Ultrabooks, aber immer noch flacher als die meisten Konkurrenten. Es ist das perfekte Gerät für all jene mobilen Nutzer, die ein größeres Display und mehr Leistung wollen, als ein Vertreter der 13,3-Zoll-Klasse bieten kann.

Beim Testgerät handelt es sich um die Modellvariante A01DE des Samsung NP900X4C, die mit einem Core i5-3317U von Intel, 8 GByte Arbeitsspeicher, einer 128 GByte großen SSD (Solid-State Disk) und Windows 7 Professional (64-bit) bestückt ist. Am deutschen Markt wird diese Modellvariante zu Lagerpreisen ab 1498 Euro gehandelt, der Listenpreis liegt bei 1999 Euro. Auf der deutschen Samsung-Webseite werden lediglich die Vorgänger auf Sandy-Bridge-Basis (das 15-zöllige NP400X4B und das 13,3-zöllige NP900X3B) gelistet.

Design und Fertigungsqualität

Von außen unterscheidet sich die neue Generation der Serie-9-Notebooks praktisch nicht von ihren Vorgängern, die Upgrades findet man im Inneren.  Optisch unterscheiden sich die neuen Modelle lediglich durch ein matt-blaues Finish von den schwarzen Modellen der ersten Generation.

Das attraktive schwarze Finish aus gebürstetem Aluminium der ersten Generation musste zwar einem matten Blau weichen, aber der Attraktivität des Notebooks hat das keinen Abbruch getan (Bild: CNET).

Die neuen Modelle tragen zwar nicht mehr den Industrial-Look der schwarzen Vorgänger, aber die metallischblaue Farbe und die silberfarbenen Kanten sind mindestens genauso stilvoll. Die Optik verspricht nicht nur im Café neidvolle Blicke, auch in einem Konferenzraum bei der Präsentation der Quartalsergebnisse macht das Notebook eine eine gute Figur.

Samsung besteht immer noch darauf, dass es sich bei den Serie-9-Modellen nicht um Ultrabooks handelt – dieser Titel ist der Serie 5 vorbehalten. Stattdessen laufen diese Notebooks unter dem Oberbegriff “ultra-portable Premium-Notebooks”. Den Grund dafür hat Samsung nie wirklich kommuniziert, aber angesichts der Tatsache, dass Intels Ultrabook-Konzept eigentlich auch eine Preisobergrenze von 1000 US-Dollar ohne Mehrwertsteuer definiert, könnten rechtliche Gründe die Ursache für diese Phänomen sein – denn von den sonstigen technischen Eckdaten ist die Serie 9 ein Paradebeispiel für ein Ultrabook.

Aber egal, wie man das Notebook nennt: Es ist mit einer Bauhöhe von 14,9 Millimetern gerade für ein 15-Zoll-Notebook extrem dünn – da können sich sogar viele 14- und 13,3-Zoll-Notebooks wie HPs Envy 14 Spectre eine Scheibe abschneiden. Das Gewicht des Samsung-Notebooks liegt bei knapp 1,6 Kilogramm, ebenfalls ein hervorragender Wert für ein 15-Zoll-Gerät. Wer ein noch flacheres Gerät will, kann zur 13,3-Zoll-Version des NP900X4C greifen: Das NP900X3C ist gerade mal 12,9 Millimeter hoch und wiegt unter 1,2 Kilogramm.

Mit nicht einmal 15 Millimetern Bauhöhe gehört das Samsung NP900X4C zu den flachsten Notebooks überhaupt – von 15-Zöllern ganz zu schweigen (Bild: CNET).

Wie bei den Vorgängern ist auch bei den neuen Serie-9-Modellen das komplette Gehäuse aus Aluminium gefertigt. Der Displaydeckel gibt bei Druck kein bisschen nach; das gleiche gilt auch für die Handgelenksauflage und die Tastaturaufnahme. Damit entsteht der Gesamteindruck eines äußerst soliden, robusten Notebooks. Auch wenn es im Test keinerlei Bedenken gibt, dieses stabile Notebook dem Alltagsstress mit all seinen Remplern und Stößen auszusetzen, bleibt doch zu befürchten, dass irgendwann die schicke blaue Oberfläche verkratzen könnte. Mit einer flachen Schutzhülle ist man in jedem Fall auf der sicheren Seite.

An den Seiten findet man drei USB-Anschlüsse (2x USB 3.0, 1x USB 2.0), einen Micro-HDMI-Port, einen Ethernet-Anschluss (mit Adapter), einen Slot für SD-Speicherkarten (der unter einer Klappe verborgen ist) sowie eine kombinierte Kopfhörer- und Mikrofon-Buchse.

Als Festspeicher integriert das Samsung hier eine 128 GByte große SSD, die beim Booten und hinsichtlich der Schreib- und Lesegeschwindigkeit deutlich schneller und dank des Fehlens mechanisch bewegter Teile viel robuster ist als eine klassische Festplatte. SSDs sind zudem energieeffizienter als HDDs und arbeiten im Gegensatz zu konventionellen Festplatten komplett lautlos.

 

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Samsung Serie 9: das ultraportable Premium-Notebook im Test

  • Am 16. August 2012 um 18:56 von Sven T.

    Ein sehr schöner Artikel, liest sich sehr gut! Ein großes Kompliment von mir!
    Eine Frage an den Autor. Ich würde mich sehr freuen, wenn eine kleine Antwort auf mein Kommentar folgen würde.
    Ich habe mich eigentlich für das Samsung 900x3c (13 Zoll) entschieden, da man immer wieder liest, dass das Display von dem kleinen deutlich bessere Kontraste und somit auch ein besseres Bild abgibt, statt das Samsung 900x4c (15 Zoll).

    Eine Amazon-Rezensionen beunruhigt mich auch noch etwas.
    Zitat von molesman: “Auffällig ist ja auch: Für 100 € mehr bekommt man das 900x4c statt dem 900x3c, doppelt soviel Ram und doppelt großer Speicherplatte. Da darf nun jeder selbst zwei und zwei zusammenzählen und erraten wie man scheinbar soviel mehr Notebook für so wenig Aufpreis zusammenstellen kann. Klar: am Display gespart und das extremst.”

    Meine Frage ist also an den Autor: Stimmt das? Oder kann man bedenkenlos auch das 15 Zoll Notebook kaufen. Oder sollte man lieber das kleinere nehmen, da es besser ist?

    • Am 17. August 2012 um 15:11 von Gast

      Guten Tag,

      da ich selbst das Notebook für optisch äußert gelungen und technisch rund betrachte, habe ich mich auf diversen Seiten über das Produkt informiert.
      Leider ist der Display kein IPS Panel mit höchsten Kontrasten wie es im kleineren Bruder 900X3c verbaut ist. Auch kann man an diversen Stellen lesen, dass es sich bei der SSD leider nicht um ein Samsung-eigenes Laufwerk handelt, sondern eines von SanDisk mit geringeren Leistungswerten. Auch wenn auf der Samsung Homepage sogar noch das 900X4b (Duraluminium-Gehäuse) beschrieben wird, kann man bei diversen Anbietern sogar schon das 900X4d bestellen. Trotz Recherche konnte ich allerdings bisher keine Leistungsunterschiede identifizieren.
      Das Gerät ist sicher toll, aber leider hat Samsung das Potential mE nicht voll ausgeschöpft. Eine Version mit mattem IPS Display, 256 SSD und 8 GB RAM wäre sicher ein besseres Aushängeschild gewesen für das Flaggschiffmodell.
      Ich persönlich werde noch etwas mit dem Kauf warten bis ein Nachfolger auch diese Anforderungen erfüllt. Ein Modell mit großem IPS Display bietet Sony in der S-Serie an, dort kann man auch die angesprochenen Optionen realisieren.
      Vom Kauf habe ich aber Abstand genommen, da Sony sehr sehr laute Lüfter verbaut, wie auch für diese Serie in einem Test bescheinigt wird. Persönlich habe ich diese Erfahrung auch mit einem Vorgänger in der S-Serie machen müssen.
      Wenn es Sie nicht stört ein etwas kleineres Display zu haben und Ihnen die Möglichkeit eines nachträglichen Aufrüstens nicht so wichtig ist, dann würde ich Ihnen den 900X4c empfehlen.

      Herzliche Grüße
      Daniel S.

      • Am 23. August 2012 um 10:24 von Sven T

        Zitat: “Wenn es Sie nicht stört ein etwas kleineres Display zu haben und Ihnen die Möglichkeit eines nachträglichen Aufrüstens nicht so wichtig ist, dann würde ich Ihnen den 900X4c empfehlen.” – Sie meinen sicher das 900X3c oder? Das 900X4c ist der 15 Zoller.

        Die 900X4D (15 Zoll) und 900X3D (13 Zoll) Modelle kenn ich noch gar nicht. Kenn bisher nur die C und B Modelle. Was hat sich denn schon wieder bei den “D” Modellen geändert?!

        Man kann also zusammengefasst sagen, dass man eher zum kleineren 900X3C / 900X3D greifen sollte. Obwohl ich wie gesagt das 900X3D noch gar nicht kenne.

        • Am 25. August 2012 um 19:27 von Frank Schumacher

          Hallo, auf Notebook de,kann man die Serie 9 von Samsung, in 7 verschiedenen Ausführungen ansehen. Das NP900X4D-A02DE kann sogar zusammengestellt werden, wie es gefällt.zB. die 128 GB in 256 GB SSD Serie 830 von Samsung, oder 4GB Arbeitsspeicher in 8GB. Der Grundpreis ist 1140,00Euro. Mit dem Austausch kommt man auf ca.1530,00Euro und alles in 15″. Schöne Grüße Frank

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