Google startet Person Finder nach Flut auf Philippinen

Das Tool hilft Vermissten und ihren Verwandten, in Kontakt zu treten. Es ermöglicht zudem die Synchronisation mit verschiedenen Datenbanken. Laut Medienberichten sind bei den Überschwemmungen bisher mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen.

Nach den verheerenden Überschwemmungen in der philippinischen Hauptstadt Manila und umliegenden Provinzen hat Google erneut sein Online-Tool Person Finder aktiviert. Es soll Verwandten und Freunden von Vermissten helfen, mit Opfern sobald wie möglich in Kontakt zu treten.

Die Website steht in englischer und philippinischer Sprache zur Verfügung. Nutzer können Namen von Vermissten registrieren oder Daten zu verzeichneten Personen eingeben, wenn sie Informationen zu ihrem Verbleib haben.

Google Person Finder (Screenshot: ZDNet.de)

Für Blogger und Websitebetreiber besteht außerdem die Möglichkeit, den Person Finder in eigene HTML-Seiten einzubetten. Sie können dann Daten hoch- und herunterladen, um ihre eigenen Datenbanken zu synchronisieren. Auch Presseagenturen, nichtstaatliche Agenturen und Organisationen haben die Möglichkeit, Daten bereitzustellen und aktuelle Informationen zu erhalten, sobald diese vorliegen.

Bei den durch heftige Monsunregen ausgelösten Überschwemmungen sind Medienberichten zufolge über 50 Menschen ums Leben gekommen. Tausende Bewohner Manilas flüchteten sich auf die Dächer ihrer Häuser. In der Hauptstadt fließt das Wasser inzwischen langsam ab, die nördlichen Provinzen sind aber teilweise noch überflutet. Erst vergangene Woche hatte der Taifun „Saola“ die Philippinen getroffen und weite Landesteile unter Wasser gesetzt.

Google hatte Person Finder im Januar 2010 nach einem Erdbeben in Haiti als Open-Source-Projekt gestartet. Das Tool kam unter anderem schon nach dem Tsunami in Japan und nach dem Erdbeben im neuseeländischen Christchurch im vergangenen Jahr zum Einsatz.

[mit Material von Lance Whitney, News.com]

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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