E Ink kauft Wettbewerber SiPix

Für umgerechnet etwa 33,5 Millionen Euro erwirbt es zunächst 82,7 Prozent an dem Hersteller für ePaper-Displays. Später will es seine Beteiligung auf 100 Prozent ausbauen. Der Deal schließt Produkte, Technologien und geistiges Eigentum ein.

E Ink hat eine verbindliche Vereinbarung zum Kauf seines Konkurrenten SiPix Technology und dessen Tochter SiPix Imaging getroffen. Die Übernahme unterliegt den üblichen regulatorischen Bedingungen. Sie soll im vierten Quartal 2012 abgeschlossen werden.

Zunächst erwirbt E Ink 82,7 Prozent der Anteile von SiPix im Wert von rund 33,5 Millionen Euro. Später will es seine Beteiligung auf 100 Prozent ausbauen.

Mit der Eingliederung von SiPix erweitert E Ink sein Angebot an ePaper-Produkten und stärkt seine Marktposition. SiPix wurde 1999 gegründet und hat Niederlassungen in Kalifornien und Taiwan.

Die von E Ink und SiPix gefertigten ePaper-Displays bieten einen hohen Kontrast und sehr gute Lesbarkeit – auch bei direktem Lichteinfall. Ein weiterer Vorteil gegenüber herkömmlichen LC-Displays ist der geringere Stromverbrauch. Da sie keine Hintergrundbeleuchtung verwenden, benötigen sie bei unveränderter Anzeige keine Energie. Dafür sind sie aber auch nicht im Dunkeln lesbar und verzichten meist auf eine farbige Darstellung. Typisches Anwendungsgebiet sind E-Reader.

„Wir haben zum Ziel, den ePaper-Markt zu erweitern und der Kauf von SiPix ist Teil unserer langfristigen Wachstumsstrategie“, sagte E-Ink-Chairman Scott Liu. „Wir werden auch weiterhin in Technologien investieren, die unseren ePaper-Displays neue Märkte eröffnen.“

„In der Vergangenheit haben wir dem gesamten E-Reader-Markt mit unserem elektronischen Papier zum Durchbruch verholfen“, ergänzte Felix Ho, Vice Chairman von E Ink. „Heute finden sich unsere Produkte auch in einer Reihe von neuen Anwendungen, die sich durch die Integration von SiPix‘ Produkten, Techniken und geistigem Eigentum in unser Portfolio besser realisieren lassen.“

Nach eigenen Angaben stattet E Ink über 90 Prozent aller E-Reader am Markt mit seinen Displays aus. Zu seinen Kunden in diesem Bereich zählen Amazon, Barnes & Noble, Bookeen, Kobo und Sony.

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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