Amazon Cloud Player erfordert keine Uploads mehr

Amazon hat sein Musik-Streaming-Angebot Cloud Player massiv überarbeitet, um sich gegen Apples iTunes Match und Google Music zu positionieren. Wichtigste Neuerung ist die Möglichkeit, iTunes- und Windows-Media-Player-Bibliotheken zu scannen und mit Amazons Musikbibliothek abzugleichen. Dies bedeutet, dass Anwender ihre Songs nicht mehr zu Amazon hochladen müssen, um per Streaming von unterschiedlichen Geräten darauf zuzugreifen.

Logo von Amazon

Amazons Katalog umfasst nach offiziellen Angaben derzeit gut 20 Millionen Titel. Auf dem Rechner vorgefundene Stücke sind nicht nur sofort abrufbar, sondern werden von Amazon auch in 256-KBit/s-Qualität angeboten – unabhängig von der ursprünglichen Bitrate.

Der Amazon-Dienst läuft derzeit auf den Mobilgeräten Kindle Fire, iPhone, iPod Touch, jedem Android-Gerät sowie in mobilen Browsern. Amazon will in Kürze Unterstützung für die Heimunterhaltungssysteme Roku und Sonos nachliefern.

Ebenfalls neu ist, dass bei Amazon gekaufte MP3-Dateien automatisch in Cloud Player zur Verfügung stehen. Selbst wenn der Anwender keine Mobilgeräte nutzen sollte, verfügt er somit über ein Cloud-Backup seiner Einkäufe.

Amazon hatte kürzlich auch neue Lizenzen für Cloud Player angekündigt. Es arbeitet jetzt mit Sony Music Entertainment, EMI Music, Universal Music Group, Warner Music Group und über 150 unabhängigen Distributoren und Labels zusammen.

Ab heute unterscheidet Amazon den Musik-Service auch klar von anderen Cloud-Schließfachdiensten: Cloud Player ist nur für Musik zuständig. Alle anderen online gespeicherten Dateien stehen über Amazon Cloud Drive zur Verfügung. Es sind jeweils separate Buchungen nötig; die ersten 5 GByte bleiben kostenlos. Für 20 GByte wurde der Preis auf 10 Dollar im Jahr gesenkt.

Die Ankündigung gilt zunächst für die USA. Ob und wann Cloud Player in Deutschland zur Verfügung stehen wird und mit welchem Musikkatalog, ist bisher nicht bekannt.

Promo für Amazon Cloud Player

Amazon Cloud Player läuft auf Android- und iOS-Geräten (Screenshot: ZDNet bei Amazon.com)

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com]

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