Touch-Funktionen von Office 2013 im Detail

OneNote und Lync wurden von Grund auf neu entwickelt für Touchbedienung und Tablets. Die übrigen Programme bleiben dem Desktop verbunden und sind "touch-befähigt". Microsofts Entwickler erklären, was sie sich dabei gedacht haben.

Microsoft hat die Touch-Funktionen seiner kommenden Bürosoftware Office 2013 detailliert und aus Sicht der Entwickler beschrieben. „Unsere Vision für Touch“, führt Program Manager Clint Covington in einem ausführlichen Blogeintrag aus. Als Entwicklungsvoraussetzung nennt er, dass Office in Zukunft in unterschiedlichsten Situationen genutzt werden wird, weiterhin auf dem herkömmlichen Desktop oder Notebook, aber auch auf Tablets oder Hybridgeräten. Die Bedienung müsse also auch entspannt zurückgelehnt in einem Sessel, nach vorne geneigt in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf einer Couch sitzend, im Bett liegend, stehend oder im Laufen erfolgen können.

Kompromisslos neu entwickelt für Touchbedienung („Touch zuerst“) wurden mit OneNote und Lync zwei Anwendungen der Suite. Alle anderen, überwiegend genutzten Programme wurden „Touch-befähigt“, unterstützen also gewisse Touch-Funktionen, bleiben aber doch im Wesentlichen ihren Wurzeln als Desktop-Anwendungen treu.

Der auswählbare Touch Mode verändert UI-Elemente und ereichtert die Fingerbedienung.

„Diese duale Herangehensweise erlaubt Ihnen, sofort die volle Leistungsfähigkeit von Office auf einem Touch-Gerät zu nutzen, ohne sich erneut einüben zu müssen“, argumentiert Covington. „Sie bringt gleichzeitig neue Erfahrungen mit von Grund auf neu konzipierter Touchbedienung und integriert sich tief mit den neuen Erfahrungen von Windows 8.“ Laut dem Program Manager sind viele Touch-Funktionen von Office auch unter Windows 7 verwendbar. Eine beträchtlich bessere Nutzererfahrung sollen aber Optimierungen von Windows 8 als darunter liegender Plattform bringen.

Aus der Analyse unterschiedlicher Nutzungsweisen ergaben sich Covington zufolge „Richtlinien für Touch“. Um Touchbedienung quer durch Office verfügbar zu machen, gingen die Entwickler vor allem die Ansprechempfindlichkeit, die Zielgenauigkeit, die Auswahl von Texten und Objekten sowie die Eingabe von Text und Befehlen an.

Ein allgegenwärtiges Beispiel für erleichterte Fingerbedienung auch der herkömmlichen Office-Programme ist der Touch-Modus, der ausgewählt und auch wieder abgewählt werden kann. Im aktivierten Zustand vergrößert er wesentliche Bedienelemente, sorgt für mehr Freiraum rund um kleinere Schaltflächen, eine höhere Statuszeile und mehr. Auf entsprechend vorkonfigurierten Tablets soll dieser Modus standardmäßig ausgewählt sein.

Bei dem wirklich für Touchbedienung neu konzipierten Notizenprogramm OneNote fällt das „Radial Menu“ auf, das „Werkzeuge an Ihren Fingerspitzen“ verspricht. Es bildet einen Kreis und stellt darin die Befehle bereit, die im jeweiligen Zusammenhang häufig benötigt werden. Mit einem schnellen Fingerwisch nach außen lassen sich Untermenüs mit weiteren Befehlen aufrufen.

Es sei noch viel Feinarbeit zu leisten, schließt der Microsoft-Manager. Er empfiehlt vor allem den Download der Preview von OneNote MX und bittet um Feedback. Der Zusatz MX für diese immer wieder herausgestellte Beispielanwendung für konsequent optimiertes Touch soll für „Metro Experience“ stehen und später entfallen. Microsofts Entwickler scheinen es als Versuchslabor für das zu sehen, was auch aus den bekannten Standardanwendungen der Bürosuite eines Tages werden könnte.

[mit Material von Lance Whitney, News.com]

Themenseiten: Microsoft, Software, Windows 8

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