IBM sieht sich nach solidem zweiten Quartal weiter auf Kurs

Der Nettogewinn legt um 6 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar zu. Der Umsatz sinkt aufgrund negativer Wechselkurseinflüsse hingegen um 3 Prozent auf 25,8 Milliarden Dollar. Seine Jahresprognose für den Aktiengewinn hebt IBM erneut an.

IBM hat seine Bilanz für das zweite Quartal 2012 vorgelegt. Demnach stieg der GAAP-Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich um 11 Prozent auf 3,34 Dollar; auf Non-GAAP-Basis kletterte er um 14 Prozent auf 3,51 Dollar.

Während IBM damit die Prognosen der Wall Street erfüllte, blieb es mit einem Umsatz von 25,8 Milliarden Dollar (minus 3 Prozent) leicht hinter den Erwartungen zurück. Analysten waren für das zweite Quartal von 3,42 Dollar Non-GAAP-Aktiengewinn und 26,27 Milliarden Dollar Umsatz ausgegangen. Der Kurs der IBM-Aktie zog nach Bekanntgabe der Bilanz nach Börsenschluss in New York um 2,8 Prozent auf 193,55 Dollar an.

Für den Umsatzverlust macht IBM negative Wechselkurseinflüsse verantwortlich. Der starke Dollar habe das Ergebnis mit rund einer Milliarde Dollar belastet. Um Wechselkurseinflüsse bereinigt, seien die Einnahmen um 1 Prozent gestiegen.

„Wir haben im zweiten Quartal ein starkes Wachstum bei Profit, Aktiengewinn und Free Cashflow abgeliefert“, sagte Virginia Rometty, seit Anfang des Jahres Präsidentin und CEO von IBM. Sie sieht ihr Unternehmen weiter auf Kurs. Angesichts der Leistung im ersten Halbjahr und dem positiven Ausblick auf die zweite Jahreshälfte habe man sich entschieden, die Jahresprognose für den Aktiengewinn anzuheben. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet IBM jetzt mindestens 14,40 Dollar nach GAAP (statt zuvor 14,27 Dollar) und 15,10 Dollar nach Non-GAAP (statt 15 Dollar).

Die weltweiten Service-Umsätze sanken im zweiten Quartal um 2 Prozent auf 10 Milliarden Dollar. Währungsbereinigt legten sie um denselben Wert zu. Die Einnahmen mit Business Services schrumpften um 4 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar (währungsbereinigt minus 1 Prozent). Mit Software setzte IBM insgesamt 6,2 Milliarden Dollar um, ebensoviel wie im Vorjahresquartal (währungsbereinigt plus 4 Prozent). Das Hardware-Geschäft schrumpfte hingegen um 9 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar (währungsbereinigt minus 7 Prozent).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass IBM mit einem soliden Kostenmanagement seine Gewinnziele erreicht, die Wechselkursschwankungen das Umsatzwachstum aber hemmen.

IBMs Ergebnisse stehen in vielerlei Hinsicht stellvertretend für die Weltwirtschaft. Das wird beispielsweise beim Vergleich zwischen dem Wachstum in aufstrebenden Märkten und Europa sichtbar (Bild: IBM).IBMs Ergebnisse stehen in vielerlei Hinsicht stellvertretend für die Weltwirtschaft. Das wird beispielsweise beim Vergleich zwischen dem Wachstum in aufstrebenden Märkten und Europa sichtbar (Bild: IBM).

[mit Material von Larry Dignan, ZDNet.com]

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