Microsoft fördert mit “Bing Fund” Start-ups

Microsoft bereitet mit Bing Fund ein Gründerzentrum vor, das Start-up-Unternehmen in der frühen Phase unterstützen soll. Der Softwarekonzern erhofft sich davon mehr Innovation für seine noch immer verlustreiche Online-Sparte.

Bing Fund

Angehende Gründer versucht Microsoft mit lyrischen Tweets neugierig zu machen, die zugleich vor langen, harten und arbeitsamen Nächten warnen. “Freunde helfen Freunden”, versprechen sie und locken zur Website Bing Fund, die allerdings noch nicht viel mehr verrät.

Als General Manager für den Fund verantwortlich ist der 39-jährige Rahul Sood, der sich selbst schon als erfolgreicher Gründer bewiesen hat. Er startete 1991 mit VoodooPC eine Firma, die sich auf die Entwicklung von hochgerüsteten Gaming-PCs spezialisierte. Nachdem VoodooPC 2006 von HP übernommen wurde, war Sood bei HP als CTO für die Gaming-Sparte verantwortlich, die Produkte wie HP Blackbird, HP Firebird, und HP Envy entwickelte. 2010 wechselte er zu Microsoft und war dort zunächst in der Entertainment-Sparte rund um die Xbox tätig. Seit März dieses Jahres ist er in Microsofts Online-Sparte an den Vorbereitungen für Bing Fund beteiligt. Über die Jahre hinweg machte Rahul Sood auch durch meinungsfreudige Blogeinträge auf sich aufmerksam.

Ein Stellenangebot von Microsoft beschreibt Bing Fund näher als einen “Angel Incubator”, der Start-ups fördern und begleiten soll, um “eine Welle von Innovation” zu Microsofts Online Services Division zu bringen. Zum Investment-Portfolio sollen Start-ups gehören, die in den Bereichen Web, Desktop, Mobile sowie Konsole tätig sind. Aus einer weiteren Stellenbeschreibung geht hervor, dass die Start-ups nicht zwingend mit Microsofts eigenen Tools und Plattformen (wie C#, ASP.NET, Azure) arbeiten müssen, sondern auch “LAMP, Ruby on Rails, PHP, AWS, Heroku oder Google App Engine” infrage kommen.

Microsoft hat gute Gründe, sich mehr innovativen Schwung für seine Online-Sparte zu wünschen. Es musste eben 6,2 Milliarden Dollar auf sie abschreiben. Der größte Teil der Summe entfiel auf die Akquisition der Online-Werbefirma Aquantive, die sich nicht ausgezahlt hatte.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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