Adobe stopft sieben kritische Löcher in Flash Player

Betroffen sind die Versionen für Windows, Mac OS X, Linux und Android. Ein Angreifer könnte die Kontrolle über ein System übernehmen. Flash Player 11.3 ist zudem zu Apples Sicherheitstechnik Gatekeeper kompatibel.

Adobe hat seinen Flash Player auf Version 11.3 aktualisiert. Das Update schließt insgesamt sieben Sicherheitslücken. Angreifer können sie ausnutzen, um einen Absturz der Anwendung zu provozieren und anschließend die Kontrolle über ein betroffenes System zu übernehmen. Das von den Anfälligkeiten ausgehende Risiko bewertet Adobe als „kritisch“.

Flash Player Logo

Die Fehler stecken in Flash Player 11.2.202.235 für Windows, Mac OS X und Linux. Darüber hinaus sind Flash Player 11.1.115.8 für Android 4.x, Flash Player 11.1.111.9 für Android 3.x und früher sowie die Laufzeitumgebung AIR 3.2.0.2070 für Windows Mac OS X und Android anfällig.

Die von Adobe zur Verfügung gestellten Patches beseitigen mehrere Speicher- und Integer-Überläufe. Außerdem können Sicherheitsmaßnahmen umgangen werden, was unter Umständen zur Preisgabe von Informationen führt.

Nutzer, die Flash Player 11.2 schon verwenden, erhalten die Aktualisierung automatisch. Alternativ kann das Update von der Adobe-Website heruntergeladen werden. Die neue Android-Version ist wiederum in Googles Marktplatz Play erhältlich.

Des Weiteren führt Adobe mit Flash Player 11.3 neue Sicherheitsfunktionen ein. Firefox-Nutzern steht unter Windows nun auch der Flash Player Protected Mode zur Verfügung. Die Sandbox soll verhindern, dass sich Schadsoftware, die beispielsweise über Flash-Anwendungen eingeschmuggelt wurde, auf dem System des Anwenders dauerhaft installiert. Die Technik nutzt Adobe auch für seinen PDF-Viewer Reader X.

Flash Player 11.3 unterstützt die Gatekeeper-Technologie, die Apple mit Mac OS X 10.8 Mountain Lion einführt. Nutzer der kommenden Version des Apple-Betriebssystems können in der Voreinstellung nur noch Anwendungen installieren, die im Mac App Store angeboten werden oder die von einem registrierten Entwickler digital signiert wurden. Adobe hat sich, wie andere Softwareanbieter auch, für die digitale Signatur entschieden.

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[mit Material von Ryan Naraine, ZDNet.com]

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