HP und EMC streiten um Deduplizierungsrekord

HP gab am Montag eine Rate von 100 TByte/h an. EMC nennt das "lächerlich": Pro Pool sind es nur 25 TByte/h. Seine eigene Lösung schafft aber 31 TByte/h. HP beruft sich auf "die maximale Ausbaustufe", die es wie EMC verwendet haben will.

EMC widerspricht Hewlett-Packards Behauptungen, dreimal so schnell deduplizieren zu können wie der Storage-Konkurrent. Der Vergleich sei nicht fair: HP habe vier Hardware-Systeme und vier Storage-Pools verwendet, während sein eigener Versuch auf einem System und einem Storage-Pool basiert habe. EMCs Marketingdirektor Rob Emsley sagte ZDNet UK: „Wir finden es sehr verwirrend, dass HP diese lächerliche Behauptung aufstellt, uns überrundet zu haben.“

Logo von HP

HP hatte diese Werte am Montag vor hunderten Journalisten auf der Hausveranstaltung „HP Discover“ in Las Vegas kommuniziert. Es sagte, seine Software StoreOnce Catalyst könne bis zu 100 TByte Daten pro Stunde aufnehmen, wenn sie mit einem Backup-Array vom Typ HP B6200 zusammenarbeite. Die technischen Daten (PDF) geben allerdings einen Wert von 25 TByte pro Stunde für einen einzelnen Datenpool an, während EMC für sein System Data Domain 990 in dieser Disziplin 31 TByte/h nennt (PDF).

„100 TByte klingt wie: ‚Hey, wir sind in Las Vegas, welche richtig große Zahl können wir verwenden?'“, sagt Emsley. „Ich muss zugeben, ich fand das ziemlich amüsant. Wenn man nicht einen einzelnen Namensraum oder Pool für die Deduplizierung hat, profitiert man letztlich nicht von der Skalierbarkeit des Systems.“

Logo EMC

HPs für Storage zuständiger Marketing-Manager Sean Kinney sagte ZDNet UK auf Nachfrage, da ein HP Fusion Manager vier Pools verwalten könne, habe es sich um einen fairen Vergleich gehandelt. „Dafür haben wir uns entschieden, daran arbeiten wir. Es ist ein einzelnes System in einer maximalen Konfiguration.“ Auch EMC verwende schließlich seine beste Konfiguration, um Testergebnisse zu messen.

HP versucht im Storage-Bereich, EMC mit seinen Reihen StoreOnce und 3Par Marktanteile abzunehmen. Dazu hatte es beispielsweise im Mai ein Marketingprogramm gestartet, das Kunden eine Leistungsverdopplung mit VMware-Virtualisierung und 3Par-Speichertechnik garantiert. Sollte es nicht gelingen, damit die Zahl der virtuellen Maschinen auf vorhandenen physikalischen Servern zu verdoppeln, stellt der Anbieter ohne Aufpreis zusätzliche Plattenkapazität, HP-Software und den notwendigen Support zur Verfügung.

[mit Material von Jack Clark, ZDNet.co.uk]

Hinweis: Artikel von ZDNet.de stehen auch in Google Currents zur Verfügung. Jetzt abonnieren.

Themenseiten: EMC, Hardware, Hewlett-Packard, Marketing, Software, Storage

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu HP und EMC streiten um Deduplizierungsrekord

Kommentar hinzufügen
  • Am 8. Juni 2012 um 10:59 von Dan

    IMHO Unsinniger Streit
    Aus meiner Sicht sollten sich diese beiden Firmen nicht über solche Peanuts streiten, sondern für einmal richtig zusammenarbeiten. Bei meiner Arbeit habe ich mit Produkten beider Firmen zu tun (im Umfeld der Virtualisierung) und die bisher grössten Herausforderungen waren, wenn u.a. diese beiden Firmen zusammenspannen sollten. Mein Fazit der Zusammenarbeit: Kommunikation mangelhaft, gemeinsame Lösungsfindung ungenügend. Mir kommt es so vor, als gönne die eine Firma der anderen nicht mal die Kopfschmerzen….
    Just my 2 cents.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *