Analyse sozialer Netze: Oracle kauft auch noch Collective Intellect

Vor zwei Wochen wurde schon Vitrue an Bord geholt. Es baut "die fortschrittlichste und umfassendste Plattform für soziale Beziehungen" auf. Aber auch Salesforce.com zielt auf die Technikbudgets der Marketing-Manager ab.

Oracle kauft Collective Intellect, das auf die Analyse sozialer Netze spezialisiert ist. Die Übernahme soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden. Bis dahin werden beide Unternehmen unabhängig agieren.

Logo von Oracle

Collective Intellect rühmt sich einer Analytics-Engine mit semantischer Basis, die täglich mehrere zehn Millionen Konversationen vor allem auf Facebook und Twitter filtere, um daraus Informationen abzuleiten, wie sie für Entscheidungen nötig sind. Irrelevante und duplizierte Daten – etwa Retweets – werden eliminiert. Ableiten lassen sich unter anderem die Absichten der Konsumenten, ihre Interessen und Trendthemen. Als Kunden nennt das Unternehmen den Spielwarenhersteller Hasbro, die Hundefuttermarke Nestlé Purina und den Getränkehersteller Pepsi.

Oracle will die Analyselösung in seine Social Platform integrieren. Selbst erklärtes Ziel des Konzerns ist es, „die fortschrittlichste und umfassendste Plattform für soziale Beziehungen zu schaffen“. Dazu hatte es vor zwei Wochen schon Vitrue gekauft. Gestern konnte allerdings Rivale Salesforce.com einen Konter fahren: Für 689 Millionen Dollar übernahm er Buddy Media, das im Bereich Social Media Marketing aktiv ist. Er will damit seine Plattform Radian 6 verstärken.

Den Grund für die teuren Übernahmen nannte bei dieser Gelegenheit der CEO von Salesforce.com, Marc Benioff: „Das Technik-Budget von CMOs wird in fünf Jahren das von CIOs übersteigen.“ CMO steht dabei natürlich für Chief Marketing Officer, CIO ist der für IT verantwortliche Chief Information Officer eines Unternehmens amerikanischer Prägung.

Oracle hat weder für Vitrue noch jetzt für Collective Intellect einen Kaufpreis genannt. Für Vitrue soll er um 300 Millionen Dollar betragen haben. Social Media war bislang nicht gerade Oracles Stärke. Zur „fortschrittlichsten und umfassendsten Plattform für soziale Beziehungen“ kann es aber vermutlich seine Erfahrung bei Data Management und Analytics beitragen.

[mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.com]

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