Intel stellt Ivy-Bridge-CPUs mit zwei Kernen für Notebooks und Ultrabooks vor

Zunächst wird es acht Dual-Core-Modelle geben - je vier Standard- und ULV-Varianten. Sie sind durch ein nachgestelltes M respektive U gekennzeichnet. Ihre Leistungsaufnahme beträgt 35 beziehungsweise 17 Watt TDP.

Intel will auf der am 5. Juni beginnenden Computex in Taipeh eine Reihe von Ultrabooks mit Ivy-Bridge-Prozessoren vorstellen, wie das Unternehmen in einem Blogeintrag angekündigt hat. Gleichzeitig nannte es Details zu den zum Einsatz kommenden Dual-Core-CPUs der Reihen Core i5 und Core i7. Demnach wird es zunächst je vier Standard-Mobilchips mit 35 Watt TDP für Notebooks sowie Ultra-Low-Voltage-Varianten (ULV) mit 17 Watt TDP für sehr flache Notebooks und Ultrabooks geben.

Ivy Bridge

Gekennzeichnet sind die Chips durch ein nachgestelltes M (Standard) beziehungsweise U (ULV). Die Ultrabook-Varianten lassen sich zudem an der Ziffer 7 am Ende der Modellnummer erkennen.

Wie die Ende April vorgestellten Quad-Core-Modelle für Desktop-Rechner und High-End-Notebooks verfügen auch die Zweikernversionen über die integrierte Grafikeinheit HD 4000, die Intel gründlich überarbeitet hat. In Ultrabooks kommt dem integrierten Grafikchip eine höhere Bedeutung zu als in Notebooks, die meist auch über eine leistungsfähigere diskrete Grafikeinheit verfügen. Die Anzahl der Ausführungseinheiten ist beim HD 4000 im Vergleich zum HD 3000 von 12 auf 16 gestiegen. Zudem unterstützt die GPU jetzt DirectX 11, OpenGL 3.1 und OpenCL 1.1. An der Taktfrequenz hat sich hingegen nichts geändert. Die Verbesserungen machen sich nicht nur bei der 3D-Leistung bemerkbar, sondern auch bei Anwendungen aus dem Multimedia-Bereich, die die Intel-Technik Quick-Sync beispielsweise zum Enkodieren von Videos nutzen. Mit CyberLink Media Espresso etwa soll der Leistungszuwachs 92 Prozent betragen.

Im Gegensatz zu den Vierkernchips bieten die Dual Cores statt 8 respektive 6 MByte Cache nur 4 (Core i7) beziehungsweise 3 MByte (Core i5). Die Basistaktraten der fünf Core-i5-Varianten betragen 1,7, 1,8 (beide ULV), 2,5, 2,6 und 2,8 GHz. Im Turbomodus erreichen sie zwischen 2,6 und 3,5 GHz. Die drei Core-i7-Chips takten in Standardbetrieb mit 1,9, 2,0 (beide ULV) und 2,9 GHz sowie im Turbomodus mit 3,0, 3,2 und 3,6 GHz.

Die dritte Generation der Core-CPUs bringt neben mehr Leistung und einer höheren Energieeffizienz auch neue Sicherheitsfunktionen mit, die die bestehenden Techniken Identity Protection (Intel IPT) und Anti-Theft (Intel AT) ergänzen. Intel Secure Key generiert vollkommen zufällig Zahlen, um Verschlüsselungsalgorithmen zu stärken. Intel OS Guard soll beim Vermeiden von Attacken helfen, bei denen Angreifer durch das Ausweiten von Rechten ein System aus der Ferne übernehmen. In Kombination mit der Chipsatz-Serie 7 können die neuen Prozessoren mit Intel IPT über die Funktion „Protected Transaction Display“ Teile des Bildschirms für Schadsoftware unlesbar machen. Angreifer sind dadurch nicht mehr in der Lage, die zum Stehlen der Identität notwendigen Anmeldedaten zu erfassen.

News.com hat bereits einige Notebooks mit den neuen Zweikern-Prozessoren getestet, darunter das Asus Zenbook UX32V mit Core i7-3517U, das Lenovo Thinkpad X230 mit Core i5-3320M und einen von Intel bereitgestellten Prototyp mit Core i5-3427U. Demnach sind die Ultrabooks mit Ivy Bridge schneller als ihre Sandy-Bridge-Pendants. In einigen Fällen kommt die CPU-Rechenleistung der 17-Watt-Chips sogar an die der 35-Watt-Modelle der Vorgängergeneration heran. Die Grafikleistung ist ohnehin besser, auch wenn der HD 4000 nach wie vor nicht mit diskreten Lösungen oder AMDs neuen Trinity-APUs mithalten kann.

Bislang sind Intel zufolge 21 Ultrabook-Modelle mit Sandy-Bridge-CPU im Handel erhältlich. Auf Basis von Ivy Bridge befinden sich insgesamt über 110 Designs in Planung. Viele davon werden ab kommenden Dienstag auf der Computex zu sehen sein – genau ein Jahr, nachdem Marketing-Chef Sean Maloney Intels Konzept für ultraflache Notebooks nach Vorbild des MacBook Air auf der Messe erstmals präsentiert hat.

[mit Material von Dan Ackerman, News.com, und John Morris, ZDNet.com]

Intels Zweikern-CPUs auf Ivy-Bridge-Basis im Überblick

CPU-Name Basistakt/Turbo L3-Cache Kerne/Threads GPU TDP
Core i7-3520M 2,9 / 3,6 GHz 4 MByte 2 / 4 HD 4000 35 Watt
Core i5-3360M 2,8 / 3,5 GHz 3 MByte 2 / 4 HD 4000 35 Watt
Core i5-3320M 2,6 / 3,3 GHz 3 MByte 2 / 4 HD 4000 35 Watt
Core i5-3210M 2,5 / 3,1 GHz 3 MByte 2 / 4 HD 4000 35 Watt
Core i7-3667U 2,0 / 3,2 GHz 4 MByte 2 / 4 HD 4000 17 Watt
Core i7-3517U 1,9 / 3,0 GHz 4 MByte 2 / 4 HD 4000 17 Watt
Core i5-3427U 1,8 / 2,8 GHz 3 MByte 2 / 4 HD 4000 17 Watt
Core i5-3317U 1,7 / 2,6 GHz 3 MByte 2 / 4 HD 4000 17 Watt

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1 Kommentar zu Intel stellt Ivy-Bridge-CPUs mit zwei Kernen für Notebooks und Ultrabooks vor

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  • Am 16. Juni 2012 um 22:41 von kritisch-konstruktiv

    Intel: Kompetenter Riese mit Schattenseiten
    Die Ivy-Bridge Prozessoren sind punkto CPU-Leistung und – besonders für Mobil-Geräte wichtig – punkto Effizienz top. Quick-Sync ist auch toll.
    Auf der anderen Seite sind Intel-Prozessoren sehr teuer und haben auch andere Schwächen.

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