Twitter beschleunigt seinen Dienst

Aus den URLs verschwindet die Zeichenfolge "#!". Das Rendering übernimmt nun der Server. Der Javascript-Code wurde minimiert. Die Ladezeit bis zum ersten Tweet konnte damit angeblich auf ein Fünftel reduziert werden.

Twitter hat seinen Dienst überarbeitet und angeblich fünfmal so schnell wie bisher gemacht. Unter anderem ist die „Hashbang“ genannte Zeichenfolge „#!“ aus den URLs verschwunden, und die Seiten laden jetzt nur wirklich nötige Elemente.

Twitter-Logo

„Um twitter.com für alle zu verbessern, haben wir uns die Kontrolle über unsere Front-End-Performance zurückgeholt, indem wir das Rendering auf den Server übertragen haben“, schreibt der für die Programmierung zuständige Manager Dan Webb in einem Blogeintrag. „Damit konnten wir die Erstladezeit unserer Seiten auf ein Fünftel verkürzen und die Unterschiede zwischen den Browsern reduzieren.“

Die letzten Geschwindigkeitsoptimierungen von Twitter sind schon zwei Jahre her. Das Redesign 2010 brachte eine neue Applikationsarchitektur. Webb urteilt aber jetzt: „Was fehlte, war Unterstützung für Optimierungen, die nur auf dem Server verfügbar sind.“

Webb nennt drei Faktoren, mit denen man die höhere Geschwindigkeit realisiert habe. Erstens kommen Permalink-URLs ohne Hashbang aus. Zweitens habe man die „Zeit bis zum ersten Tweet“ optimiert. Dafür messe man, wie lange ein Nutzer warten muss, bis auf einer abgerufenen Seite der erste Tweet erscheint. Dies sei der entscheidende Faktor für die subjektive Geschwindigkeitsbewertung. Drittens habe man sich um eine Reduktion bemüht: Je weniger Javascript man nutze, desto weniger Übertragung falle an, desto weniger Code sei zu interpretieren und desto schneller erfolge die Ausführung.

Die Einführung erfolgt schrittweise: Die Hashbang-freien URLs gibt es ab dieser Woche. Die restlichen Änderungen an der Architektur kommen in den nächsten Wochen.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

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