Gartner: Weltweiter Handymarkt schrumpft um zwei Prozent

Gartner hat seine jüngste Analyse zum weltweiten Handy- und Smartphonemarkt vorgelegt. Demnach sank der Absatz von Mobiltelefonen im ersten Quartal 2012 um zwei Prozent auf 419,1 Millionen Stück. Es ist der erste Rückgang gegenüber dem Vorjahr seit dem zweiten Quartal 2009. Die Smartphone-Verkäufe zogen im Jahresvergleich hingegen um 44,7 Prozent auf 144,4 Millionen an.

„Der weltweite Mobilgeräte-Absatz ging stärker zurück als erwartet, was an einer sinkenden Nachfrage aus der Region Asien-Pazifik liegt“, sagte Gartner-Chefanalyst Anshul Gupta. „Im ersten Quartal, das angetrieben vom chinesischen Neujahr traditionell das stärkste Quartal in Asien ist, gab es kaum Produktstarts von führenden Herstellern. Die Nutzer haben daher mit einem Upgrade gewartet und hoffen auf bessere Smartphone-Angebote im weiteren Jahresverlauf.“

Aufgrund der gesunkenen Verkäufe im ersten Quartal hat Gartner seinen Ausblick für das Gesamtjahr um etwa 20 Millionen Einheiten gesenkt. Die Einführung neuer 3G-Smartphones regionaler Anbieter wie Huawei, ZTE und Lenovo soll die Nachfrage in China wieder beflügeln. Außerdem werden in der zweiten Jahreshälfte neue Versionen der Betriebssysteme Android und Windows Phone erwartet sowie Apples fünfte iPhone-Generation, die den Absatz in Westeuropa und Nordamerika antreiben werden.

Bei den Herstellern hat Samsung Nokia vom ersten Platz verdrängt. Die Koreaner verkauften insgesamt 86,6 Millionen Handys und erzielten damit einen Marktanteil von 20,7 Prozent. Nokia (83,2 Millionen Einheiten und 19,8 Prozent Marktanteil) muss sich nach 14 Jahren an der Spitze mit dem zweiten Rang begnügen. Dahinter folgen Apple (33,1 Millionen, 7,9 Prozent), ZTE (17,4 Millionen, 4,2 Prozent) und LG (14,7 Millionen, 3,5 Prozent).

Im Smartphone-Segment konnte Samsung mit 38 Millionen verkauften Geräten die Spitzenposition von Apple zurückerobern. 40 Prozent der 81,1 Millionen im ersten Quartal abgesetzten Android-Smartphones waren Samsung-Modelle, kein anderer Hersteller kam sonst auf über 10 Prozent.

Der Smartphone-Markt wird generell weiterhin von Samsung und Apple dominiert, die ihren gemeinsamen Anteil gegenüber dem ersten Quartal 2011 von 29,3 auf 49,3 Prozent ausbauten. Damit vergrößerten sie auch den Abstand zu Nokia, dessen Marktanteil auf 9,2 Prozent zurückging. Während Smartphones bei Samsung 43,9 Prozent aller Mobiltelefon-Verkäufe ausmachen, sind es bei Nokia nur 16 Prozent.

Android ist mit einem Anteil von 56,1 Prozent das am weitesten verbreitete Mobilbetriebssystem. Es legte gegenüber dem Vojahr um 19,7 Prozentpunkte zu. Apples iOS steigerte sich um 6 Punkte auf 22,9 Prozent Marktanteil. Mit 33,1 Millionen Geräten belegt es Platz zwei vor Nokias Symbian (12,5 Millionen, 8,6 Prozent), RIMs Blackberry OS (10 Millionen, 6,9 Prozent), Samsungs Bada (3,8 Millionen, 2,7 Prozent) und Microsofts Windows Phone (2,7 Prozent Millionen, 1,9 Prozent).

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