Gartner: Deutscher PC-Markt wächst gegen den Trend um 7,1 Prozent

Im ersten Quartal wurden hierzulande 3,3 Millionen Einheiten verkauft. In den sechs vorherigen Quartalen war der Absatz jeweils rückläufig. Der westeuropäische Markt schrumpft im Jahresvergleich um 3,1 Prozent auf 15,48 Millionen Stück.

Die PC-Hersteller haben im ersten Quartal 2012 in Westeuropa 15,48 Millionen Einheiten abgesetzt. Laut Gartner entspricht dies einem Rückgang um 3,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Am schwersten traf es zum wiederholten Mal die Märkte in Italien, Griechenland, Portugal und Spanien. In Deutschland hingegen zogen die Verkäufe nach sechs aufeinanderfolgenden Quartalen mit sinkendem Absatz wieder an, und zwar um 7,1 Prozent auf 3,3 Millionen.

„Obwohl wir ein moderates Wachstum im Bereich Firmen-PCs beobachtet haben, ist der Gesamtmarkt in Westeuropa geschrumpft“, sagt Meike Escherich, führende Analystin bei Gartner. „Privatkunden geben ihr Geld weiterhin vor allem für alternative Geräte wie Smartphones und Media Tablets aus.“

Der Markt für Business-PCs in Westeuropa ließ im ersten Quartal zwar auch um 2,5 Prozent nach, allerdings zog die Nachfrage nach neuen Desktop-PCs aufgrund der zunehmenden Einführung von Windows 7 an. Der Consumer-PC-Markt schrumpfte im Jahresvergleich um 3,8 Prozent. Während der Absatz von Mobilcomputern um 5,1 Prozent zurückging, stiegen die Desktop-Verkäufe leicht um 0,3 Prozent.

Hewlett-Packard bleibt im Herstellervergleich auf Platz eins in Westeuropa, weil es sich vor allem im Unternehmenssegment behaupten konnte. Insgesamt setzte HP 3,549 Millionen Einheiten ab (plus 3,2 Prozent) und erreichte damit einen Marktanteil von 22,9 Prozent. Acer verteidigt trotz eines Rückgangs der Verkäufe um 20,1 Prozent auf 2,272 Millionen und einem Marktanteil von 14,6 Prozent den zweiten Platz. Dahinter folgen Asus mit einem Zuwachs von 16,8 Prozent auf 1,469 Millionen und einem Anteil von 9,5 Prozent sowie Dell (plus 0,7 Prozent auf 1,423 Millionen und 9,2 Prozent Marktanteil). Lenovo konnte mit einem Plus von 34,6 Prozent auf 1,334 Millionen das größte Wachstum verzeichnen und belegt mit 8,6 Prozent Marktanteil Rang fünf.

In Deutschland verlor HP seinen Spitzenplatz an Acer und rutschte sogar hinter Lenovo auf Rang drei zurück. Lenovo verbesserte sich auf den zweiten Platz – vor allem aufgrund starker Verkäufe im Business-Segment und im Einzelhandel.

Der deutsche Markt für Firmen-PCs wuchs Gartner zufolge um 9 Prozent, der für Consumer-PCs um 5,2 Prozent. Insgesamt wurden gegenüber dem Vorjahresquartal 8,7 Prozent mehr Mobilrechner ausgeliefert und 4,7 Prozent mehr Desktop-Computer.

„Obwohl der PC-Markt in Deutschland im ersten Quartal gewachsen ist, kann man bisher noch nicht von einer Erholung sprechen“, sagt Escherich. „Wir erwarten für das restliche Jahr ein weiteres leichtes Wachstum.“

Gartners Zahlen für den deutschen PC-Markt stimmen tendenziell mit denen von IDC überein. Letzteres hatte bei den Verkaufszahlen für das erste Quartal ein Plus von 6,1 Prozent ermittelt. Für die EMEA-Region meldete es einen Zuwachs um 7,6 Prozent auf 27,527 Millionen Einheiten.

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Themenseiten: Acer, Asus, Business, Dell, Desktop, Gartner, Hewlett-Packard, Lenovo, Marktforschung, Notebook

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