Erneut Proteste in chinesischen Foxconn-Werk

Rund 200 Mitarbeiter drohten mit Selbstmord. Sie waren nicht mit der Höhe der Löhne einverstanden. Foxconn zufolge gab es Verhandlungen einschließlich der Kommunalregierung. Die Arbeiter sollen neu im Werk gewesen sein.

Erneut drohen Arbeiter einer Foxconn-Fabrik in China mit Selbstmord. Das hat die Times of India am Wochenende berichtet. Das betroffene Werk steht in Wuhan. Etwa 200 Arbeiter sollen sich der Demonstration angeschlossen haben, wie Menschenrechtsaktivisten aus Hongkong berichten.

Logo von Foxconn

Als Grund nennen die Quellen der Zeitung, die Arbeiter verdienten in dem Foxconn-Werk weniger als bei früheren Stellen. Nach dem Eingreifen einer Polizeieinheit hätten sie weitergearbeitet.

Eine große Selbstmordserie hatte es bei Foxconn vor zwei Jahren gegeben – und einen ähnlichen Protest zuletzt im Januar. Erst vor einem Monat versprach Foxconn dann wieder einmal mehr Lohn für weniger Arbeit.

Foxconn zufolge handelte es sich um einen Protest zu Arbeitsplatz-Bedingungen, aber nicht um einen Streik. Die Protestierenden seien neu in der Fabrik. „Der Disput wurde nach einigen Verhandlungen beigelegt, an denen die Rechts- und die Personalabteilung ebenso beteiligt waren wie die kommunale Regierung.“ Niemand sei tatsächlich von einem Dach gesprungen.

Diese Woche haben auch Arbeiter eines Foxconn-Werks in Brasilien einen Streik angesetzt. Ihnen geht es um bessere Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln auf dem Firmengelände sowie mehr Busse für Pendler, die sonst große Entfernungen zu Fuß zurücklegen müssen.

Foxconn ist einer der größten Hersteller von Elektronik- und Computerprodukten weltweit. Als Auftragshersteller produziert das Unternehmen unter anderem für Apple, Dell und Hewlett-Packard. Auch die Spielekonsolen Nintendo DS, Wii, Xbox 360 und die PlayStation werden von Foxconn hergestellt.

Arbeiter eines Apple-Zulieferers in Shanghai (Bild: Apple)
Arbeiter eines Apple-Zulieferers in Shanghai (Bild: Apple)

[mit Material von Ryan Huang, ZDNet Asia]

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