Streit um Urheberrecht am indischen Billigtablet ausgebrochen

Der Fertiger verhandelt nun direkt mit dem indischen Auftraggeber. Das Konzept beansprucht aber das britische Unternehmen Datawind für sich. Es will die Rechte am 35-Euro-Tablet notfalls gerichtlich durchsetzen.

Datawind, der britische Hersteller des indischen Android-Billigtablets Aakash, sieht seine Urheberrechte bedroht. Fertigungspartner Quad Electronics habe sie verletzt, als er einen direkten Vertrag mit dem Auftraggeber Indian Institute of Technology Rajasthan unterzeichnete, behauptet Datawind-CEO Suneet Singh Tuli.

Tuli sagte der Economic Times, Quad habe in einer Vereinbarung wie auch im Fertigungsvertrag das geistige Eigentum von Datawind anerkannt. Jetzt wolle es für die indische Universität direkt den Nachfolger entwickeln und das Tablet auch ohne Vermittlung durch die Briten auf den offenen Markt bringen. „Das Team von Datawind hat das Aakash intern entwickelt und die Fertigung auf dieser Basis an Quad Electronics vergeben. Das geistige Eigentum an dem Tablet gehört also Datawind“, sagt der CEO.

Der Vertragspartner ist über Datawinds Haltung informiert. Die Briten drohen damit, notfalls vor Gericht zu ziehen, wenn die Frage „nicht anderweitig geklärt werden kann“.

Das Android-Tablet zum Preis von 2499 Rupien (rund 36 Euro) war im Januar 1,4 Millionen Mal nachgefragt worden. Leider hatte man nur 30.000 Stück gefertigt. Datawind wollte anschließend eine verbesserte Version zum nur wenig erhöhten Preis von 2999 Rupien (44 Euro) konzipieren. Sie sollte sich vom Original durch einen SIM-Card-Einschub unterscheiden, also Unterstützung für Mobilfunk mit GPRS. Die Auflage setzte es diesmal bei 100.000 Stück an.

Aakash UbiSlate 7 (Bild: AndroidOS.in)
Aakash UbiSlate 7 (Bild: AndroidOS.in)

[mit Material von Jamie Yap, ZDNet Asia]

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Themenseiten: Android, Datawind, Hardware, Mobil, Mobile, Tablet

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