Nokia verkauft zwei Millionen Lumia-Smartphones im ersten Quartal

Der Gewinn bricht dennoch aufgrund von starkem Wettbewerb in Entwicklungsmärkten ein. Für das zweite Quartal erwartet der Konzern noch keine Besserung. Er musste die Preise von einfachen Handys sogar noch senken.

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Nokia teilt mit, dass es im ersten Vierteljahr 2012 etwa zwei Millionen Lumia-Smartphones verkauft hat – ein erfreuliches Ergebnis nach dem Wechsel auf Microsofts Betriebssystem Windows Phone. Der Konzern meldet dennoch „enttäuschende“ Quartalszahlen aufgrund schwachen Absatzes in Entwicklungsmärkten.

Als Grund für seine Defizite etwa in Indien, China und Afrika nannte Nokia „branchenbedingte Wettbewerbsdynamik“. Der Bruttoverdienst bleibe deshalb deutlich hinter den Erwartungen zurück.

CEO Stephen Elop kommentiert in der Pressemeldung: „Unsere enttäuschenden Finanzergebnisse speziell im Bereich Geräte und Dienste für das erste Quartal 2012 und der Ausblick auf das zweite Quartal machen deutlich, dass unsere Branche in einem Umbruch steckt. Die Geschäftseinheit Smart Devices ist mit Lumia gerade im Aufwind, und wir verstärken unsere Investitionen in Lumia noch, um den Erfolg am Markt sicherzustellen.“

Vor Steuern hat Nokia nach eigenen Angaben mit Geräten und Diensten 4,2 Milliarden Euro umgesetzt. Der Verkauf von Mobiltelefonen sorgte für 2,3 Milliarden Euro Umsatz; es wurden 71 Millionen Stück abgesetzt. 12 Millionen verkaufte Smart Devices tragen 1,7 Milliarden Euro zum Quartalsergebnis bei. Die Umsatzrendite wird bei etwa minus 3 Prozent liegen. In der Vorhersage war Nokia noch von einem Break-Even mit plus oder minus 2 Prozent möglicher Abweichung ausgegangen.

Für das zweite Quartal hofft Nokia noch nicht auf Besserung: In den Entwicklungsmärkten spitze sich der Wettbewerb zu, in Europa krisle die Wirtschaft. Gerade bei den einfacheren Modellen habe man die Preise reduzieren müssen, um wettbewerbsfähig zu sein.

Die Gewinnwarnung kommt ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, da sich Nokia durch den US-Marktstart des Lumia 900 anschickt, verlorenes Terrain zurückzuerobern. Gleichzeitig startete das Gerät in China. Aufgrund der Ankündigung verlor Nokias Aktie vor US-Börsenstart um 17 Prozent.

Der von Microsoft zu Nokia gewechselte CEO Stephen Elop gab sich in einer Telefonkonferenz von Windows Phone begeistert: „In der Vergangenheit haben wir verstärkte Investitionen in den Mobilbereich angekündigt. Die Früchte dieser Arbeit werden in den nächsten Quartalen zu sehen sein.“ Produkte wollte er nicht ankündigen. Parallel veröffentlichte Nokia aber eine Pressemitteilung zu einem Lumia 610 NFC, das im dritten Quartal nach Europa kommen werde.

Die Entwicklungsmärkte bereiten Nokias Zentrale in Espoo Sorge (Bild: Nokia).
Die Entwicklungsmärkte bereiten Nokias Zentrale in Espoo Sorge (Bild: Nokia).

[mit Material von Larry Dignan, ZDNet.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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